Lernen, Jobs & Karriere

Die Mission des Johner Instituts besteht (auch) darin, dass Menschen, die im Bereich Medizin, IT oder QM/Regulatory Affairs arbeiten Ihre eigenen Ziele finden und verwirklichen. Deshalb

  • finden Sie auf dieser Seite aktuelle Jobs (Stellenangebote und Stellengesuche) sowie Informationen zum Thema Lernen und Karriere,
  • ist das persönliche Coaching integraler Bestandteil der Masterstudiengänge am Institut,
  • bietet das Institut genau die Weiterbildungen wie berufsbegleitende Studiengänge, Seminare und den Auditgarant an, die das Wissen und die Kompetenzen vermitteln, um in diesem Bereich erfolgreich zu sein, und
  • entwickelt Professor Johner ständig neue Formen der Wissens- und Kompetenzvermittlung. Mit großen Erfolg. So zählt er zu den besten Professoren Deutschlands, wurde gar auf der Plattform meinprof.de als der beste Professor Deutschlands geführt — unter über 14.000.

Wenn Sie Ihr (nicht nur) berufliches Leben auf eine neue Umlaufbahn bringen wollen, dann nehmen Sie mit uns Kontakt auf.


Donnerstag 28. September 2017 von Prof. Dr. Christian Johner

Wer die Trends in der Medizintechnik kennt, kann seine Karriere darauf einstellen und seine Aus- und Weiterbildung daraufhin optimieren. Der Medizintechnik-Markt ist zwar weniger volatil als andere Branchen, aber auch er steht vor einer Umwälzung, auf die nicht alle optimal vorbereitet sind.

Den ganzen Beitrag lesen »


Mittwoch 3. Juni 2015 von Prof. Dr. Christian Johner

Update: Videos zum wissenschaftlichen Arbeiten ergänzt.

Wissenschaftliches Arbeiten

Alle Studierenden, so auch die Teilnehmer der berufsbegleitenden Masterstudiengänge am Institut, erstellen Abschlussarbeiten: Projektarbeiten, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten. Dabei stellt man mir oft die Frage, ob die drei Arbeiten eher praktisch oder eher wissenschaftlich zu sein hätten. Beides ist kein Widerspruch, ganz im Gegenteil:

Den ganzen Beitrag lesen »


Mittwoch 18. Februar 2015 von Prof. Dr. Christian Johner

Die Karriere in der Krankenhaus-IT gestaltet sich für viele schwer. Dieser Beitrag nennt Gründe und gibt Ideen für eine erfolgreiche Karriere in der Krankenhaus-IT.

Den ganzen Beitrag lesen »


Montag 16. Juni 2014 von Prof. Dr. Christian Johner

Im Kreis meiner Professoren-Kollegen kam erneut die Frage auf, ob man Wikipedia zitieren dürfe. Was ich darüber denke, habe ich neulich bereits hier im Blog diskutiert.

In der Informatik haben wir oft gar keine andere aktuellen Quellen als die des Internets. Die Tatsache, dass diese Quellen aber meist keine einzige Qualitätssicherung wie ein Lektorat oder ein Peer Review durchlaufen haben, sollten alle beachten, die sich auf diese Quellen stützen.

Zitate-aus-dem-Internet

Bei vielen Studierenden beobachte ich, dass man vorhandene und geprüfte Quellen wie wissenschaftliche Journals und Bücher nicht einmal systematisch sucht. Genau deshalb besuche ich am Institut mit den Studierenden des berufsbegleitenden Masterstudiengangs „IT im Gesundheitswesen“ gleich in der ersten Studienwoche die fantastische Hochschulbibliothek, in der wir das Recherchieren lernen. Eine Fähigkeit, die nicht nur für das Schreiben von Abschlussarbeiten hilfreich ist.


Dienstag 11. März 2014 von Prof. Dr. Christian Johner

Projektmanager benötigt und hat fast jedes Unternehmen. Auch die Hersteller von Medizinprodukten und klinischen Informationssystemen. Doch was unterscheidet das Projektmanagement in der Medizintechnik von anderen Branchen? Was muss ein Projektmanager in der Medizintechnik  zusätzlich können?

Den ganzen Beitrag lesen »


Montag 10. Mai 2010 von Prof. Dr. Christian Johner

2014-09-22: MBA in Stanford

MBA: Die Stanford-Woche beginnt

Wieder in Stanford, an meiner alten Wirkungsstätte. Ein wunderbares Erlebnis, wenn gleich mit nur zwei Wochen ein viel zu kurzes. Mit meinem MBA-Kurs werde ich eine Woche das Silicon Valley unsicher machen, über das amerikanische Gesundheitssystem lernen, in die Welt von Ontologien und ICD 11 abtauchen, verstehen, wie Gesundheitsorganisationen neue Verfahren und Therapien ausprobieren und natürlich auch den kalifornischen Spätsommer genießen. Doch überzeugen Sie sich selbst:

Vorbereitungen für die MBA Woche

Die Vorfreude ist groß: Diese Woche habe ich die Reise ins Silicon Valley gebucht: Flüge, Mietwagen und Hotel, wobei Hotel nicht ganz der richtige Ausdruck ist: Ich werde mit meinen MBA-Studierenden wieder im Stanford Guesthouse sein.

Stanford Guesthouse

Wir können uns im September wie immer auf traumhaftes Wetter freuen. Ein echter „Schön-Wetter-MBA“ :-). Momentan zerfließt aber Stanford noch etwas im Selbstmitleid und postet Bilder zu „Reflections of winter at Stanford“. Die ärmsten leiden: unter Regen. Wie schrecklich ;-)!“

2013-09-24: MBA: Nur noch Wartelisteplätze

Um Mitternacht hatte ich die Bewerbungsphase begonnen, morgens um 09:00 haben sich meine Alumni 15 Plätze für den MBA gesichert. Einige Empfänger meines Newsletters haben sich für die beiden restlichen Plätze beworben, so dass es momentan nur noch Plätze auf der Warteliste gibt.

Dieses riesige Interesse überwältigt mich! Danke!

Lassen Sie mich wissen, falls Sie sich für einen dieser Wartelisteplätze interessieren, weil Sie mit einem MBA Ihre betriebswirtschaftliche Kompetenz nicht nur erweitern, sondern dies auch durch einen Titel eindrucksvoll dokumentieren können.

Schreiben Sie mir einfach eine E-Mail oder schicken Sie mir eine Nachricht über das Kontaktformular! Ich würde mich freuen, von Ihnen zu hören!“

2013-09-17: MBA: Letzte Chance

Die Vorbereitungen zum MBA 2014 sind abgeschlossen. Die Termine, Themen, Orte und Dozenten sind gefunden. Wir dürfen uns auf einen ganz besonderen MBA freuen, einen der speziell für Menschen geschaffen ist, die den nächsten Karriereschritt in der Healthcare IT planen und die eine Studienwoche im Silicon Valley an zwei der weltbesten Universitäten erleben wollen.

Weil wir deutlich mehr Bewerberinnen und Bewerber als Plätze erwarten, vergeben wir die Studienplätze gestaffelt:

  1. Ab heute, 17.09. können sich die bisherigen Alumni bewerben.
  2. Am 19.09. informiere ich die Abonnenten des MBA Newsletters über das Bewerbungsverfahren.
  3. Ab dem 23.09. öffne ich das Verfahren auch für andere Interessente – falls dann noch Plätze frei sind, wovon ich momentan nicht ausgehe.

Sie können sich aber einen Vorsprung verschaffen, indem sie sich in den Newsletter eintragen. Nutzen Sie diese letzte Chance, an einem MBA-Programm der Extraklasse teilzunehmen.“

2013-09-13: Wild life: Lernen und Leben in der Natur

Mit den Pumas solle ich aufpassen, meint meine Dozentin, als sie mir einen sensationell schönen Jogging-Weg zeigt. Kurz später jogge ich durch einen ebenso wilden wie wunderbar naturbelassenen Wald. Es duftet nach Eukalyptus und den Nadeln der Mammutbäume. Was für ein Privileg, hier laufen zu dürfen, denke ich, als mit einem riesigen Krach Äste brechen und unvermittelt ein Tier vor mir steht.

Pumas

Bei Pumas nicht wegrennen, hat mir meine Dozentin eingebläut. Könnte ich auch nicht, ich bin vor Schreck wie gelähmt. Doch es ist ein Reh, das knapp zwei Meter vor mir steht. Ich weiß nicht, wer von uns beiden gerade den dümmeren Gesichtsausdruck macht. Nach einer Weile gibt es dann den Weg frei. Wer hat behauptet, dass Rehe scheu seien?

Eine halbe Stunde später genieße ich einen sensationellen Blick auf die Bay. Das werden meine MBA-Studierenden genießen, hier können Sie perfekt entspannen. Die Studienwoche wird dem Motto des Instituts gerecht: Lernen und Leben – mit Geist, Leib und Seele.

Blick auf die Bay

2013-09-11: IT fürs Gesundheitswesen

Zwei Organisationen, zwei Ziele und eine Gemeinsamkeit. So könnte man zusammenfassen, was ich heute gelernt habe:

Der Tag beginnt mit der Fahrt zu Kaiser-Permanente. Bereits im Auto höre ich die Werbung dieses ältesten und größten HMOs der USA: 42% weniger Schlaganfälle hätten ihre Mitglieder.

Ich genieße das Privileg, etwa eine Stunde später mit einer hochrangigen Vertreterin dieses Konzerns sprechen zu dürfen. Sie berichtet, wie sorgfältig die Daten ihrer Millionen Versicherten ausgewertet werden, wie man die Krankheitsfaktoren durch Jahrzehnte dauernde Studien identifiziert. Kaiser-Permanente als „Gesamtversorger“ hat alle Daten: Von den (eigenen) niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern, Apotheken, Zahnärzten, Therapeuten. Sie alle weisen ihre Patient auf die Angebote und Risikofaktoren hin: Der Apotheker erinnert, dass eine Vorsorge überfällig sei. Der Zahnarzt weist darauf hin, dass noch Medikamente abzuholen seien.

Ist das Bevormundung oder Kontrolle? Das werden wir bei unserem Besuch nächstes Jahr noch näher erfahren. Zu wirken scheint dieses System.

Übrigens: Auch die Ärzte sind in dem System einem kontinuierlichen Vergleich ausgesetzt: Wer hat die Patienten mit dem am besten kontrollierten Blutdruck? Wessen Patienten kommen am regelmäßigsten zur Vorsorge. Daten treiben dieses System.

Dann geht es von Oakland weiter nach San Francisco an die  UCSF (University of California, San Francisco).

Blick über den Hafen von Oakland auf die Skyline von San Francisco

Blick über den Hafen von Oakland auf die Skyline von San Francisco

Auch hier geht ohne IT gar nichts: Algorithmen identifizieren in Gendaten die Bereiche, die Informationen über den Verlauf von Krankheiten wie MS enthalten. Man korreliert diese mit klinischen Daten. Auf dem iPad präsentiert mir ein Forscher, wie er die Daten von Patienten und Vergleichsgruppen gemeinsam visualisiert.

Klar, die UCSF ist eine der besten Universitäten der Welt, aber in diesem Moment frage ich mich, wie weit die klassische Krankenhaus-IT hinterherhinkt und mit welchen fast mittelalterlich wirkenden Technologien europäische Ärzte Forschung und Versorgung leisten müssen.

Noch arbeite ich daran, dass wir nächstes Jahr mit dem MBA  auch hier her kommen dürfen. Die Banden sind jedenfalls geknüpft.

2013-09-10: Bin da!

Alles ist so vertraut, sogar die Bedienung im Starbucks kennt mich noch. Als ob ich nie weggewesen wäre. Nur die Unterkunft diese Woche unterscheidet sich von meiner Wohnung während meiner Stanford-Zeit: Ich bin in Stanford-Guesthouse.

Stanford Guesthouse

Diese Woche wird spannend: Das Ziel besteht darin, ein Curriculum und Dozenten zusammenzustellen, die meine MBA-Studierenden nicht nur das US-Gesundheitssystem, sondern auch künftige Trends verstehen lassen. Das wird den Absolventen im Job helfen, außerhalb eingefahrener und Deutschland-fixierter Wege zu denken und für die eigene Firma oder den Arbeitgeber die richtigen Weichen zu stellen.

Übernächste Woche wird Denise Silber hier in Stanford auftreten. In einem aktuellen Vortrag über Innovationen im Bereich Healthcare IT und Information Management in Europa berichtet Sie über Finnland, Dänemark, UK und Israel. Deutschland fehlt.

Geistiges Frischfleisch ist also angesagt. Ungenau das besorge ich diese Woche für den MBA. :-)“

2013-09-08: Stanford Newsletter

Der Endspurt für den MBA 2014 beginnt! Am Sonntag fliege ich nach San Francisco. Ich treffe mich mit den Dozenten und bereite die Stanford-Woche vor.

Stanford MBA

Für all diejenigen, die mehr über diese Vorbereitungen erfahren möchten, habe ich einen eigenen Newsletter eingerichtet. Ich plane in circa 5-10 Mail über die Fortschritte zu berichten und zu informieren, wann man sich bewerben kann. Meine Studierenden und Alumni haben Vortritt. Dann folgen diejenigen, die sich für den Newsletter eingetragen haben. Und dann – dann wird es wahrscheinlich keine Plätze mehr geben, die ich öffentlich anbieten würde.

Tragen Sie sich gleich in den Newsletter ein. Erfahren Sie, mit wem ich mich treffe – es sind spannende Personen dabei – und seien Sie mit die ersten, die die Möglichkeit haben, sich für den MBA zu bewerben!

Hier können Sie sich

in den Newsletter eintragen.

2013-08-30: LX 38

Es ist wieder soweit: LX 38 wird mich in ein paar Tagen von Zürich nach San Francisco bringen. Das letzte Finetuning für die Studienwoche des MBAs 2014 steht an. Ende der zweiten Septemberwoche werde ich die Einschreibungsphase starten. Zuerst für die Alumni der bisherigen Studiengänge. Wenn dann noch ein Platz frei ist, was ich nicht erwarte, auch für andere Interessierte.

Ich bin aufgeregt und freue mich auf die Vorbereitungswoche – auf den MBA mit einer weiteren Stanford-Woche noch mehr.

2012-03-22: Stanford – nicht mehr cool genug?

Respekt, denke ich, als mir „mein Professor“ in Stanford erzählt, dass ein Kollege seine Beamtenstelle als Professor in Stanford gekündigt hat, um neue Wege in der Lehre zu gehen.

Beamtenstelle als Professor in Stanford gekündigt

Sebastian Thrun, ein aus Deutschland stammender Experte für künstliche Systeme, hat sich mit einem neuen Unternehmen Udacity selbständig gemacht. Das berichtet auch SPIEGEL Online. Der Titel des Beitrags, „Die Uni nutzt Methoden wie vor 1000 Jahren“, lässt mich nachdenken.

Sind Online-Vorlesungen die neue Form des Lernens?

Dafür spricht

  • Die Anzahl der möglichen Zuhörer ist nahezu unbegrenzt. Sebastian, mit dem ich in Kontakt stehe, hat sagenhafte 160.000 Teilnehmer in seinem Seminar zur künstlichen Intelligenz gehabt. Am Institut sind es 16…
  • Diese Form der Vermittlung erlaubt es auch Menschen ohne oder mit fast keinem Budget zu lernen. Das verstehe ich unter Chancengleichheit.
  • Weshalb reisen? Die nächste Vorlesung ist nur einen Klick entfernt.
  • Die Qualität steigt: jeder noch so kleine Fehler wird transparent, wird bemerkt, kommuniziert und kann verbessert werden. Die mangelnde Präzision vieler Dozenten ist hier unmöglich.

Dagegen spricht hingegen:

  • Lernen ist auch ein sozialer Prozess. Die Kommunikation der Teilnehmer untereinander, das Profitieren vom Erfahrungsschatz der anderen stellt bei meinen Masterstudiengängen einen extrem wichtigen Aspekt des Lernens dar. Auch die direkte Verknüpfung mit dem beruflichen Alltag der anderen gelingt im persönlichen Gespräch leichter.
  • Es gibt Fähigkeiten, die lassen sich per Video kaum vermitteln. Für viele kognitive Fähigkeiten mag das gehen. Im Bereich der psychomotorischen Kompetenzen, beispielsweise dem Musizieren, wird das kaum klappen.
  • Bei 160.000 Teilnehmern ist klar, dass die zeitnahe und individuelle Unterstützung des Einzelnen kaum möglich ist. Wer im FAQ nicht die notwendigen Antworten findet, hat es schwerer als der, der dem Dozenten eine direkte Frage stellen kann.

Probieren Sie es doch einfach aus. Sie können sich genauso bei Sebastian Thruns Online-Vorlesungen einschreiben wie zum Institut zu einem Schnuppertag kommen. Melden Sie sich doch bei mir. Sie sind herzlich willkommen!“

2012-02-29: Wahlkampf

Ich liebe es, hier in Stanford zu sein und die inspirierende Gesellschaft des universitären Umfelds genießen zu dürfen.

Umso konsternierter bin ich, wenn ich beim Joggen auf solche „Meinungsbekundungen“ stoße.

Dump Obama Stanford

Liegt es nur daran, dass ich Deutscher bin, wenn mir hier die Worte fehlen?

2012-02-27: Endlich Frühling

Die Bäume blühen, die Sonne scheint, es ist Frühling – in Kalifornien.

Frühling in Stanford

Hoffentlich bald auch wieder in Deutschland.“

2012-02-23: Going west

So, ich bin dann mal weg.

Einmal pro Halbjahr (mindestens) plagt mich das Fernweh. Jetzt ist es wieder soweit. Also ab in meine zweite Heimat Stanford. Mal sehen, was ich für den nächsten MBA-Studiengang einfädeln kann und welche Kooperationen sich triggern lassen.

Christian Johner in Stanford Foto: Volkmar Otto

Natürlich bin ich auch in den nächsten 10 Tagen unverändert für Sie da. Ich antworte wie immer schnell und gerne. Nur die Telefonate müssten wir auf den Nachmittag verschieben.

2011-12-22: Weiterbildung bei Kaiser-Permanente: Nur für Führungskräfte im Gesundheitswesen

Vom 22.-25. April 2012 bietet Kaiser-Permanente ein Programm „Learning from the Kaiser Permanente Model“ an. Es wendet sich v.a. an Führungskräfte im Gesundheitswesen und zeigt, wie die Effektivität und Effizienz eines Gesundheitssystems gesteigert werden kann. Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite http://xnet.kp.org/kpinternational/programs/index.html.

Anlass für diese Empfehlung

Im letzten September war ich mit den MBA-Studierenden meines Instituts im Silicon Valley zu einem Studienaufenthalt und konnte neben der Stanford University auch Kaiser Permanente besuchen. Dies erwies sich als ein Höhepunkt, weil dieser Besuch einen für mich überraschend tiefen Einblick in die Arbeit einer HMO (Health Management Organization) ermöglichte. Die Transparenz und die didaktischen Fähigkeiten der Gesprächspartner schätzten alle Teilnehmer.

Kaiser-Permanente als Non-Profit-Organisation bildet gleichsam ein eigenes Gesundheitssystem aus Ärzten, Krankenhäusern und Versicherung. Die Konsequenz mit der

  • Vorsorge betrieben wird,
  • „evidence based“ behandelt und
  • IT eingesetzt wird

überzeugte uns. Präsident Obama übrigens auch: Er bezeichnet Kaiser Permanente als Vorbild für das (amerikanische) Gesundheitswesen.

Zwischen Kaiser-Permanente und mir oder dem Institut existieren keinerlei Beziehungen. Diese Empfehlung erfolgt ausschließlich aufgrund der positiven Erfahrung.“

2011-12-14: Der erste MBA ist Geschichte

Wir waren doch gerade erst in Stanford. Und nun soll schon alles wieder vorbei sein?

Ja, der erste MBA ist Geschichte. Mit zwei Tagen zum Human Ressource Management und zur Verhandlungsführung haben wir diesen Aufbau-Studiengang abgeschlossen. Natürlich nicht ohne eine erste Feier.

Der erste Stanford MBA

War’s das nun endgültig, fragen mich meine Absolventen. Das frage ich mich auch selbst, denn ich vermisse sie schon jetzt. Zum Glück ist noch nicht „alles vorbei“:

Zum einen wird uns die Erinnerungen und die neuen Kenntnisse und Fähigkeiten niemand mehr nehmen können. Beides werden wir genießen und nutzen. Zum anderen werde ich künftig eine Sommerakademie einrichten. Wenige Tage, um das Wissen aufzufrischen, Neues zu lernen, und natürlich, um sich wieder zu sehen. Die Institutsfamilie lebt!

2011-10-13: Ort der Trauer

Für Heilige errichtet man Altäre, Kirchen und andere Gedenkstätten. Doch was tut man, wenn der Heilige erst eine Woche tot ist und es keine Gedenkstätte gibt?

Ord der Trauer Stanford

Post-Its – helfen auch hier. Diese Aufnahme (Quelle) ist übrigens in der University Avenue in Palo Alto gemacht worden. Sie zeigt den dortigen Apple-Shop. Vor zwei Wochen waren wir da noch drin…

2011-10-03: Good-bye, Stanford!

Mit Stolz können wir sagen: Wir waren in Stanford und haben von Stanford-Lehrenden den Unterricht erleben dürfen, in dessen Genuss sonst nur Stanford-Studenten kommen.

Good Bye Stanford

Nach einer intensiven Woche geht es nun zurück. Manche gönnen sich noch einen Umweg über Las Vegas, andere machen einen Abstecher in den Yosemite Park. Dann kehren wir alle wieder in unseren Arbeitsalltag zurück – angefüllt mir neuen Anregungen und unvergesslichen Erinnerungen.

2011-10-02: Horseman and Leadership

Eine ebenso intensive wie abwechslungsreiche Woche geht zu Ende. Nur ein Programmpunkt steht noch aus: Unser Besuch auf der Webb Ranch.

Und selbst dieser Abstecher steht im Zusammenhang mit unserem MBA-Studium: Es geht um Führung. Doch was haben Pferde damit zu tun?

Diese Frage beantwortet sich spätestens, wenn man versucht, ein Pferd ohne Zügel und Leine zu führen. Niemals hätte ich erwartet, so viele Parallelen mit dem eigenen Führungsstil zu erkennen und damit so viel über mich zu erfahren:

  • Der Laissez-faire Manager führt sein Pferd genauso wie sein Team. Der Coach in unserer Gruppe sieht sich als Coach und hat gar keine Führungsambition.
  • Die Aufgabe, ein Pferd im Team zu satteln, macht schnell klar, was man aus dem Berufsalltag kennt: Jeder versteht die Aufgabe ein wenig anders. Jeder hat eine andere Vorstellung davon, ob/wann die Aufgabe erfüllt ist.
  • Mehrere Pferde werden in die Koppel geführt. Wir werden aufgefordert zu schildern, wie die Pferde miteinander umgehen. „Das eine Pferd ist aber scheu“, „der eine ist bestimmt der Boss“ oder „die beiden Pferde scheinen sich zu mögen“ sind erste Aussagen. Doch wir werfen Fakten und subjektive Interpretationen durcheinander. Genauso, wie wir oft das Verhalten unserer Kollegen, Vorgesetzten und Mitarbeiter interpretieren. Manchmal zu Recht, oftmals auch nicht.

Ich wusste auch nicht, dass Pferde in der Therapie der Kriegstraumatisierten eingesetzt werden. Wir haben aber gelernt, dass es derer viele gibt. Mit allen Problemen für das US-Gesundheitssystem. Und das führt uns zurück zum Themenschwerpunkt dieser MBA-Woche in Stanford.

2011-10-01: US-Healthcare System

Es ist kaum zu glauben, die MBA-Woche ist schon fast vorbei. „US Healthcare System“ heißt eine der letzten Vorlesungen. Sie rundet unseren Einblick in das amerikanische Gesundheitssystem ab.

Unser Dozentin, Professor Nancy Hoffman, wiederholt, was wir in verschiedenen Kontexten bereits gehört haben: Das US Gesundheitssystem ist das teuerste, eines der ineffizientesten, ungerechtesten und von Egoismen getriebenen der Welt. In einigen Bundesstaaten ist die medizinische Versorgung – zumindest was die Ergebnisse anbelangt – auf dem Niveau von Entwicklungsländern.

Keine Lösung in Sicht?

US Healthare

Wir sind glücklich, mit Professor Paul Tang, einem der Chefs der Palo Alto Medical Foundation, Zugang zu einem absoluten Experten zu haben. Er gehört zum Beraterkreis der Obama Administration. Wir erhalten tiefe Einblicke in die aktuelle Diskussion, beginnen die Hintergründe der Gesundheitsreform zu verstehen und lernen, welche entscheidende Bedeutung der IT zuteilwird. Nicht nur Bedeutung, sondern auch Milliarden an Dollar.

2011-09-30: Komplexität

Erst hier in den USA fällt mir auf, dass in Deutschland die meisten Leitungen unter der Erde liegen.

Ich bin fasziniert von der Komplexität, die das aufgespannte Leitungsnetzt hat.

Komplexität in Stanfod

Irgendwie erinnert mich das an die Software mancher Hersteller. Wenn man deren tatsächliche Architektur zu Papier bringen würde, sähe das wohl ähnlich aus. Über Wartbarkeit, Testbarkeit und Wiederverwendbarkeit einer solchen Software brauche ich keine Worte zu verlieren.

Lassen Sie mich wissen, wenn ich Sie unterstützen kann, eine einfache, sichere, verständliche und IEC 62304 konforme Architektur zu entwerfen. Nehmen Sie gleich Kontakt mit mir auf.

2011-09-28: Über Stanford

Dass Stanford eine „große“ Universität ist, ist unbestritten. Ein großer und berühmter Name, aber auch ein großes Gelände. Das wird mir erst richtig bewusst, als ich darüber fliege:

über Stanford fliegen

Die untere Bildhälfte zeigt ausschließlich Universitätsgelände. Und das ist nur ein Ausschnitt. Die 14 Mrd. Stiftungsvermögen scheinen nachhaltig investiert zu sein.

2011-09-27: MBA: Der erste Tag

Schon ist er Geschichte: unser erster MBA-Tag in Stanford: Eine richtige Vorlesung auf dem Campus in einem der regulären Vorlesungsräume. Gehalten von einer Stanford Lehrerin.

Es ging heute um das Modellieren biomedizinischer Systeme, um Wissensrepräsentation und v.a. um Ontologien. So standen ein Überblick über die Historie, über die Herausforderungen bei der Modellierung und eine Hand-on Übung auf dem Programm.

Modellierung Übung

Morgen werden wir uns dann die Anwendungsfälle von Ontologien in der Biomedizin noch genauer ansehen. Und nachmittags stehen die „Electronical Medical Records“ auf dem Stundenplan. Sogar auf das Krankenhaus-Informationssystem des Stanford Hospitals dürfen wir zugreifen.

Electronical Medical Records

Welch ein Privileg hier sein zu dürfen! Wir freuen uns alle auf weitere Tage auf dem Stanford Campus!

2011-09-24: Downtown SF

Es wird ernst: Meine MBA-Studenten trudeln Stück für Stück ein. Jede Maschine aus Deutschland scheint wieder einen oder zwei Studierende mitzubringen.

Wenn möglich hole ich meine Studenten direkt am Flugplatz in San Francisco ab – was mir eine gute Gelegenheit gibt, auch nach Downtown zu fahren.

Flugplatz in San Francisco

Im Oktober werde ich voraussichtlich entscheiden, ob es einen Nachfolgekurs geben wird. Beginn wäre möglicherweise 2013. Die Warteliste beginnt sich jetzt schon zu füllen. Wer interessiert ist: Einfach Kontakt mit mir aufnehmen.

2011-09-23: Bei Larry & Steve

Wo Steve Jobs (Apple) sein neues Haus bauen wird, ist bekannt. Zumindest ich wusste aber nicht, wo und wie Larry Ellison (Oracle) wohnt. Nämlich nicht einmal eine Meile entfernt, ebenfalls in Woodside, und damit in unmittelbarer Nähe zu Stanford.

Dass die Grundstücke dieser Milliardäre nicht eingesehen werden können, überrascht nicht. Umso spannender fand ich es, trotzdem einen Blick hineinwagen zu dürfen. Der Begriff Grundstück ist wohl leicht untertrieben. Man wohnt in einer eigener Landschaft mit See, Wald, Wiesen, Reitställen, zahlreichen Anwesen und was man eben so braucht – wenn man einen ClubMED alleine mit seinen Angestellten bewohnt.

Jedenfalls ein interessanter Einblick – Dank Cessna 172 alles kein Problem.

2011-09-22: Schreien, angreifen und sich größer machen als man ist

Sie denken an Ihren Chef, wenn Sie das lesen? Ich hoffe nicht.

Ein wenig schmunzeln muss ich vorhin schon, als ich diese Verhaltensregeln lese. Nicht zum Umgang mit Vorgesetzten, sondern mit Pumas.

Umgang: Schreien wie ein Puma

Wenn es hilft, warum nicht. Einen Versuch ist es sicher wert. Und Augenkontakt zu halten und jemanden nicht den Rücken zu zudrehen, soll auch im Arbeitsumfeld schon geholfen haben ;-).

2011-09-20: Welcome, Stanford Families!

Ein wenig werden meine MBA-Studierenden ein Teil dieser Familie sein. Denn wir alle wohnen im Stanford Guest House, das für Gäste der Stanford University reserviert ist.

Stanford Guest House    Stanford Guest House 2

Andere Menschen kommen hier nicht rein. Dafür sorgt schon die Security, die das Gelände bewacht, auf dem v.a. der Stanford Linear Accelerator liegt. Einige Nobelpreise sind an diesem Linearbeschleuniger schon entstanden: Die richtige Umgebung für meine Studierenden.

Welcome, Instituts Family!

2011-09-19: Bildung schafft Wert

Wahrscheinlich gibt es wenige Orte, bei denen sich der Wert der Bildung so messbar belegen lässt, wie hier in den USA:

Der Wert eines Hauses und damit auch die Mietpreise hängen von der Qualität der Schule des jeweiligen Distrikts ab. Und die Qualität der Schule wiederum misst sich in der durchschnittlichen Note, die die Schüle in Mathematik erzielt haben.

Meine Zufallsbekanntschaft freut sich, dass sie ihr Haus für 15% mehr vermieten kann: Die nächste Schule hat im letzten Jahr ihren ewigen Rivalen auf Platz zwei verwiesen. Allerdings, so räumt die Dame ein, würde auch die Property-Tax dadurch steigen.

Tja, Bildung kostet auch Geld.

2011-09-18: back@stanford

Nach knapp 12 Stunden, überpünktlich lande ich in San Francisco. Und 90 Minuten später bin ich zurück in Stanford.

Swiss Airline

Es ist alles so vertraut und doch auch wieder fremd. Noch tue ich mir schwer, ins Standford Guesthouse, statt in „mein“ Appartment zu fahren, in dem ich Monate lebte.

Zum Glück kenne ich die Gegend und viele Menschen gut. Denn jetzt gilt es, die letzten Details für die MBA-Woche vorzubereiten.

2011-09-06: Krankenaktenanalyse – aber ohne neurolinguistische Programmierung

Als ich behaupte, man würde verstärkt Krankenakten mit NLP analysieren, schaut mich mein Gegenüber an, als sei ich völlig verrückt geworden. Seine Irritation verstehe ich erst, als mir klar wird, was er unter NLP versteht. Nämlich neurolinguistische Programmierung.

Natural Language Processing
Ich meinte „Natural Language Processing“. Nicht dass ich ein Experte auf diesem Gebiet bin. Aber zumindest kenne ich aber einen der Topexperten, nämlich Professor Cedrick Fairon von der Uni Louvain in Belgien. Wir teilten uns über Monate das Büro in Stanford. Er ist ein unglaublich netter Mensch. Ich werde ihn gleich mal anschreiben, ob er am Institut unterrichtet.

Damit Sie nicht zu lange warten müssen, können Sie sich bereits jetzt auf heise online zu diesem Thema informieren. (Danke BF für den Tipp)

2011-08-31: Noch gut zwei Wochen

MBA Kurs in Stanford

Noch gut zwei Wochen, dann starte ich wieder Richtung USA. Die letzten Vorbereitungen werde ich dort treffen, damit der MBA-Kurs Ende September ein voller Erfolg wird. Ein eigenartiges Gefühl, eine Mischung aus der freudigen Aufregung über etwas Neues und der Sehnsucht, an einen geschätzten Ort zurückkehren zu können.

Natürlich wird es nicht gelingen, alle Alltagsroutinen des letzten Stanford-Aufenthalts wieder zu beleben. Aber auf die Treffen mit den Kollegen, die unglaubliche Natur, das pulsierende Business im Silicon Valley und das Leben auf dem Campus freue ich mich.

Wohnen werden wir alle im Gästehaus der Stanford University. Zum Glück gibt es einen Shuttle direkt zur Medical School.

Shuttle direkt zur Medical School

2011-04-04: Unser Vorlesungsgebäude!?!

Stanford ist sicher ein perfekter Ort zum Lernen. Wie es momentan aussieht, werden wir sogar innerhalb Stanfords den perfektesten Raum bekommen: Im nagelneuen, sensationellen Li Ka Shing Learning Center. Wenn das gelingt, wüsste ich nicht, wie das noch zu toppen wäre. Hoffentlich klappt es!

Li Ka Shing Learning Center

2011-03-30: SPIEGEL: Amerikas Schüler lieben Stanford

… meine MBA-Studenten und ich auch

Soeben meldet der SPIEGEL, dass für die Schüler in den USA Stanford die attraktivste Universität sei. Auch ich verehre Stanford und werde mit meinen MBA-Studenten im September dort hin reisen. Wie Oscar Wilde sagte: Ich habe einen ganz einfachen Geschmack: Einfach immer das Beste. 🙂

Einfach immer das Beste. :-)

2011-02-17: Nebenjob

Seit drei Wochen bin ich wieder zurück aus Stanford. Doch die gemeinsamen Projekte gehen weiter. Im „Nebenjob“ kümmere ich mich um die Qualitätssicherung für *die* zentrale Anlaufstelle für biomedizinische Ontologien, die Seite http://bioportal.bioontology.org. Ich entwickle Tests und sorge künftig dafür, dass zumindest grobe Fehler sofort erkannt und nächtlich berichtet werden. Mal gespannt wie viele Bugs ich finde…

Bioportal

2011-02-14: Was mir fehlt

Was soll ich sagen. Vier wundervolle Monate.

Danke Ced für dieses Souvenir.

2011-02-06: Publikationswochenende

Ich mag es, Dinge abzuschließen. Und dieses Wochenende gelingt mir das gleich zweifach:

  • Das langangekündigte Buch zum Certified Professional for Medical Software kam aus dem „Copy-Editing“ zurück. Ich habe die gewünschten Änderungen eingebaut und die finale Version an den Verlag zurück geschickt. Wir haben eine sensationelle Lektorin. Freuen Sie sich also auf ein erstklassiges Buch, das Sie bereits jetzt im Shop des Instituts vorbestellen können.
  • Für das Krankenhaus-IT-Journal durfte ich wieder einen Artikel schreiben. Dieses Mal geht es um ICD-11. Da ich in Stanford hinter die Kulissen blicken durfte, ist es bestimmt ein interessanter Beitrag geworden. Also holen Sie sich die neuste Ausgabe des KH-IT-Journals!

Mit meinen besten Wünschen für die neue Woche

Ihr Christian Johner

2011-02-04: Stanford Report #55 — Ende und Fazit

„Und wie war’s?“ Eine wirklich sehr gute Frage, die mir meine Masterstudenten stellen. „Sensationell“ wäre zwar eine treffende Zusammenfassung, sicher aber keine so befriedigende Antwort wie diese:

Die USA

Keinesfalls möchte ich Deutschland und die USA vergleichen. Das steht mir nicht zu. Aber einige Beobachtungen möchte ich mit Ihnen teilen:

Kalifornien, das ich vom Lake Tahoe als nordöstlichsten Punkt bis nach Santa Barbara als südwestlichsten Punkt kennen lernen durfte, ist ein wunderschönes Land. Die Weite und die atemberaubende Natur — sei es der Pazifik oder die Berge bei Truckee — vermisse ich bereits jetzt. Genauso wie das traumhafte Wetter und die Qualität der Lebensmittel. Zumindest mit letzterem hatte ich nicht gerechnet gehabt.

Umgekehrt gibt es natürlich einiges, das ich in Kalifonien vermisst habe: Die Handwerkskunst (seien es Haushaltsgeräte oder Gebäude), unser vielgescholtenes Gesundheitssystem, das mehr an informationeller Selbstbestimmtheit und das etwas weniger an staatlicher Autorität, das wir in Deutschland genießen dürfen.

Lernen, lehren und arbeiten an der Stanford University

Ich wollte wissen: Wie lernen Studenten? Wie gut sind sie? Wie lehrt man an einer Universität der Weltspitze? Könnte ich da mithalten. Nun — nach vier Monaten habe ich alle Antworten:

Die Studenten sind besser als die einer typischen deutschen Hochschule. Vertreter der Null-Bock oder CPU-Niedertakt-Fraktion habe ich keine getroffen. Die Studierenden sind freundlich, engagiert, begabt, aber auch keine Überflieger. Eben Studenten, die auch mal gerne feiern und wissen, wie man den Aufwand optimiert. Die Lehre ist gut, aber von den Dozenten an meinem Institut erwarte ich mehr. Von mir erst recht.

Die Ausstattung der Universität, sei es finanziell, sei es die Laboren oder Aufzeichnungsräume betreffend stehen weit über dem Standard, den ich aus Deutschland kenne. Es ist aber nicht protzig, sondern stilvoll und zweckmäßig.

Und ich habe an der Stanford University das angetroffen, auf was ich auch an einigen anderen Stellen stieß : Das Streben nach Exzellenz. Sei es der Producer auf der Skywalker Ranch (George Lucas Studio), sei es der Künstler Aaron Koblin, seien es die Ingenieure von Google. Diese Exzellenz ist es, was mich begeistert und anzieht.

Was ich erreicht habe

Und mit diesen Erkenntnissen habe ich mein erstes Ziel erreicht.

Das zweite Ziel bestand darin, den USA-Aufenthalt für meinen MBA-Studiengang zu organisieren. Das gestaltete sich weitaus langwieriger und schwieriger als gedacht. Aber auf das Ergebnis, das Programm, bin ich umso stolzer. So stolz, dass ich darüber einen eigenen Beitrag verfassen werde.

Auch mit dem dritten Ziel habe ich mir einen riesigen Wunsch erfüllt: An der Stanford University lehren zu dürfen. Gleich drei Vorlesungen habe ich gehalten. Das war unsäglich aufwendig und anstrengend. Aber genauso befriedigend und erfüllend. Ich bin unglaublich glücklich, auch dieses Ziel erreicht zu haben.

Das allerwichtigste Ziel war aber ein anderes. Nämlich meinen Leben vier weitere wunderschöne Monate hinzuzufügen. Und dieses Ziel ist eindeutig übererfüllt. Danke an all diejenigen, die dazu beigetragen haben. Die auf mich verzichtet  oder sogar mehr Arbeit gehabt haben. Danke an mein Team Corinna und Michael, danke an meine Masterstudenten, danke an Sie, liebe Leser, die mich vier Monate treu begleitet haben.

Mit diesem Blog-Beitrag endet der Stanford Report. Vorläufig.

2011-01-31: Stanford Report #54 — Fremde Heimat

Ich stelle die Uhren auf Winterzeit um. Stimmt: Bei meiner Abreise im September war hier noch Sommer. Und auch meine innere Uhr ist noch etwas dejustiert. Morgens um vier bin ich hell wach und habe einen Bärenhunger. Mittags um zwei fallen mir die Augen zu. Doch mein Leben in Deutschland beginnt langsam wieder.

Etwa ein Meter Post wartet noch auf mich. Soviel hat sich im Lauf der letzten vier Monate gestapelt. Es ist schön, so viele nette Menschen kennen zu dürfen, denke ich, als ich die zahllosen Weihnachtskarten öffne. Danke!

2011-01-29: Stanford Report #53 — Stanford Report

Mit meiner Rückkehr nähert sich auch mein Stanford Report langsam dem Ende. Freuen Sie sich noch auf ein kurzes Fazit in den nächsten Tagen.

Schon jetzt danke ich Ihnen für Ihr treues Lesen. Ich hoffe, Sie hatten dabei soviel Freude wie ich beim Schreiben.

Ihr Christian Johner

Stanford Report

2011-01-28: Nestbeschmutzer?

Das Presseecho ist beachtlich. Denn was der Kollege im Stock über mir veröffentlicht hat, stellt die 19 Mrd. USD, welche die US-Regierung in die Healthcare-IT investiert, zumindest in Frage: Die Patientenversorgung würde kaum von elektronischen Gesundheitsakten profitieren. So könnte man das Ergebnis dieser Studie zusammenfassen.

no-benefits

Dass solche Ergebnisse just von einem Mitarbeiter der School of Medicine veröffentlicht wird, die genau diese elektronischen Gesundheitsakten vorantreibt, mag erstaunen. Aber eine freie Wissenschaft, ist eine freie Wissenschaft. Und das ist auch gut so. Ob die Studie methodisch korrekt ist, steht auf einem anderen Blatt.

2011-01-27: Stanford Report #52 — Ich bleibe

… leider nur noch einen Tag hier. Es geht ans Packen, Abschied sagen, Schlüssel abgeben. Schade eigentlich. Hat doch der Frühling gerade begonnen. An Handschuhe und Mützen werde ich mich erst wieder gewöhnen müssen.

2011-01-24: Stanford Report #51 — Wer nicht weiß, was er will…

… wird sich nie auf eine Sache fokussieren können und darin richtig wirklich gut werden. Genau das ist aber notwendig. Nicht nur des Erfolgs wegen, sondern auch, um das Leben zu führen, das man sich wirklich wünscht.

Ein fast tragisches Beispiel für das Unvermögen zu wissen, wer man ist und was man will, ist Yahoo! (siehe http://www.focus.com/images/view/47944/). Kann man tiefer fallen?

2011-01-23: Stanford Report #50 — Vertreibung aus dem Paradies

Kein Tag mehr ohne, dass ich das letzte Mal etwas mache. Die letzte Vorlesung. Der letzte Konzertbesuch. Das letzte Treffen mit neuen Freunden. Das letzte Seminar.

So sehr ich mich auf Deutschland freue, so groß ist der Abschiedsschmerz. Zum Glück bin ich spätestens im September wieder hier in den USA. Mit meinen MBA-Studenten.

Ist es nicht das Beste, beides zu haben? 😉

2011-01-22: Stanford Report #49 — Magnetfelder

Ich freue mich selbst riesig auf den MBA, der im März starten wird, und auf all die spannenden Vorlesungen, besonders auf die hier in den USA.

Eine der Exkursionen wird uns zu einem 3.5 Tesla Kernspin-Tomografen führen (demnächst mehr dazu). Als ich aus dem Gebäude komme, in dem dieser Tomograf steht, schaue ich auf die andere Straßenseite. Und auch dort geht es um Tesla:

2011-01-21: Stanford Report #48 — Thank you NVIDIA

Bisher hatte ich kein besonderes Verhältnis zu Grafikkarten. Seit heute bin ich aber einem Hersteller zu besonderem Dank verpflichtet: NVIDIA.

NVIDIA hat seinen Gründer zu einem Milliardär gemacht. Und dieser hat ein Teil dieses Geldes zumindest einem guten Zweck zukommen lassen: Dem nach ihm benannten Jen-Hsun Huang Engineering Center. Ein wunderbares Gebäude mit fantastischen Laboren, Gruppenarbeitsräumen und Vorlesungssälen.

In einem dieser perfekt ausgestatten Vorlesungssäle habe ich heute meine dritte und leider auch schon letzte Vorlesung gehalten. Mein (vorläufiger) Abschied von Stanford rückt unaufhaltsam näher.

2011-01-20: Stanford Report #47 — Wie man hier Student wird

Etwa 20-30.000 Bewerbungen gehen jährlich in Stanford ein. Etwa 8% davon führen zu einer Inskription. Dabei gilt es einige Hürden zu nehmen.

  1. Zuerst sollten Sie 12.000 USD mitbringen. Pro Quartal. Es sei denn Sie bekommen ein Stipendium.
  2. Dass Ihre Noten weit überdurchschnittlich sein sollten, braucht man wohl kaum erwähnen.
  3. Dann gilt es einen standardisierten Test zu absolvieren. Dieser besteht teilweise aus Multiple-Choice fragen, teilweise aber auch aus kurzen Aufsätzen.
  4. Apropos Aufsatz: Sie können in einem Aufsatz, den Sie zu einem vorgegebenen Thema schreiben müssen, Ihre Kreativität und Besonderheit unter Beweis stellen. Ein Thema könnte sein „Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte“.
  5. Zwei Empfehlungsschreiben Ihrer High School stellen eine weitere Voraussetzung dar. Bereits etablierte Beziehungen der High School zu Stanford schaden angeblich nicht.

Dank dieser Selektion wird das System Stanford zu einem sich selbst erfüllenden. Sehr gute (und wohlhabende?) Studenten werden sicher sehr gute Leistungen erbringen und nach dem Studium zu wohltätigen Sponsoren werden.

Und wie läuft das am Institut?

Einige Parallelen gibt es durchaus:

  1. Ich erwarte einen „Letter of Intent“. Denn nichts ist wichtiger, als sich Klarheit darüber zu verschaffen, was man mit dem Studium erreichen will.
  2. Ein abgeschlossenes Hochschulstudium oder eine „gleichzuhaltende Qualifizierung“, wie die Donau-Universität das nennt, sind eine weitere Voraussetzung. Diese „gleichzuhaltende Qualifizierung“ stelle ich in einem Gutachten fest. Dabei ist mir v.a. wichtig herauszufinden, was die Motivation des Bewerbers oder der Bewerberin ist und welche Erfahrungen er oder sie bereits hat sammeln können.
  3. Auch für das Studium am Institut gibt es Studiengebühren. Allerdings wenig im Vergleich zu Stanford. Mit dem 1,5 fachen der Quartalsgebühren in Stanford sind Sie dabei; für das ganze Studium (8 Quartale).
  4. Es gibt keinen Mangel an Bewerbern und
  5. Der Abschluss beflügelt die Karriere der Absolventen erheblich.

Also melden Sie sich gleich bei mir, um über Ihr Studium zu sprechen.
Herzliche Grüße
Christian Johner

2011-01-19: Stanford Report #46 — Die Pumas sind los

Dass es in Kalifornien ein reiches Wildtierleben gibt, weiß jeder, der hier Auto fährt. Die Straßen sind übersät mit überfahrenen Tieren: Kleinen Tieren wie Eichhörnchen oder größeren wie Waschbären. Auch ich habe letzte Woche Bekanntschaft mit einer Familie Waschbären gemacht, die mich in der Dämmerung fast vom Fahrrad haben stürzen lassen. Ängstlich erschienen die Tiere jedenfalls nicht. Eher angriffslustig.

Doch jetzt wird es wirklich ernst. Die Universität warnt vor Pumas, die aus den Bergen kommen und sich bis auf den Campus wagen…

2011-01-18: Stanford Report #45 — The Honor Code

Manche Konzepte in Stanford sind für mich zumindest ungewohnt. Wie beispielsweise das Konzept des „Honor Codes“, über den „The Stanford Daily“ heute berichtet.

167 Verletzungen dieses Honor Codes gab es im vergangenen Jahr. Erst die Beispiele machen mir klar, was dieser Honor Code alles umfasst:

  • Studenten, die während der Klausur betrügen, beispielsweise durch Abschreiben oder unerlaubte Hilfsmittel
  • wissenschaftliche Arbeiten wie Bachelor oder Masterarbeiten, welche des Plagiats oder des unzureichenden Zitierens überführt werden
  • Fälschen der Parkerlaubnis
  • Missbrauch der Computer (wahrscheinlich durch das Ansehen von „unappropriate material“ auf Hochschulrechnern)
  • Fahren unter Alkohol oder Drogen auf dem Campus.

Interessant finde ich die Art des Umgangs mit dem Honor Code. Weil man den Studenten (und Mitarbeitern) diesen Honor Code abverlangt, muss man ihnen danach erst einmal vertrauen. Das führt zu kuriosen Situationen, beispielsweise dass bei den Klausuren keine Aufsichtsperson anwesend ist. Wird aber jemand der Verletzung des Honor Codes überführt, sind die Strafen umso drakonischer. Von öffentlichen Anhörungen bis zum Ausschluss ist alles dabei. Die zivil- und strafrechtlichen Konsequenzen kommen hinzu.

2011-01-17: Stanford Report #44 — Business or Pleasure

Arbeit oder Vergnügen? Zum Glück stellt sich mir diese Frage nicht wirklich. Denn ein wirklich gutes Leben ist für mich eines, das beides verbindet. Lässt sich das schöner visualisieren als dieses Bild?

Highway No 1: Arbeit und Vergnügen

Die Fähigkeit, Arbeit und Vergnügen in Einklang zu bringen, ist aber nicht primär eine Frage des richtigen Kontinents. Vielmehr eine Frage klarer Ziele und konsequenter Umsetzung.

Wollen Sie lernen, wie das geht? Dann empfehle ich Ihnen ein berufsbegleitendes Masterstudium am Institut für IT im Gesundheitswesen. Nehmen Sie gleich mit mir Kontakt auf.

2011-01-15: Stanford Report #43 — Nein das kostet extra

So muss leider die kurze Antwort auf die viel gestellte Frage lauten. Die Videos von meiner Vorlesung, wie fast alle Videos des „Stanford Centers for Professional Development“ SCPD, sind weder über YouTube, noch über iTunesU noch über einen sonstigen Kanal kostenfrei verfügbar. Schließlich verdient so Stanford Millionen mit Firmen, die ihre Mitarbeiter auf diese Weise aus- und weiterbilden.

Schade? Nicht wirklich. Denn der Institutsclub bietet Ihnen webbased Trainings, die sich qualitativ hinter den SCPD Videos sicher nicht verstecken brauchen. Das haben inzwischen schon viele Firmen erkannt. Übrigens: Eine kostenlose Probemitgliedschaft (hier anmelden) ist erhältlich. Der Wert misst sich eben nicht immer nur am Geld.

2011-01-14: Stanford Report #42 — live@stanford.tv

What a trip! Ich habe die erste Vorlesung in Stanford gehalten. Ein wunderbares Erlebnis. Die positive Reaktion der Studierenden und die unerwarteten Glückwünsche des Ton-/Videotechnikers, der die Vorlesung aufzeichnete, lassen mich hoffen, dass es eine gute war.

Erste Vorlesung

So freue ich mich auf meine nächsten Vorlesungen gleich nächste Woche.

Ihr Christian Johner

PS: Ist doch nett, dass sich Stanford an das Farbschema des Instituts angeglichen hat, oder? 😉

2011-01-09: Stanford Report #40 – Wo Sie sichere Jobs finden

Trotz unzähliger Vorzeigeunternehmen geht es Kalifornien schlecht. Das Land ist völlig verschuldet, die Arbeitslosigkeit auf Rekordniveau. Nur die Aussichten sind gut. Das berichtet zumindest die Zeitung. Man rechnet mit 100.000en neue Jobs. Leider nicht für jeden.

Inzwischen ist es fast eine Binsenweisheit: Nur eine gute Ausbildung schafft gute Chancen auf sichere und hochdotierte Arbeitsplätze. Es hängt aber auch davon ab, in welcher Branche man sich weiterbildet. Denn es sind vor allem das Gesundheitswesen und die Informationstechnologien, die neue Jobs schaffen.

Dieser Trend ist nicht auf Kalifornien beschränkt. Längst wandelt sich der Markt in Deutschland in vergleichbarer Weise. Die Absolventen meiner Masterstudiengänge profitieren bereits davon.

Im Februar finden Schnuppertage am Institut statt. Dort können Sie mich Treffen und sich ein persönliches Bild davon verschaffen, wie spannend, unterhaltsam und lehrreich die Weiterbildung an der Nahstelle von IT und Gesundheitswesen sein kann.

Verpassen Sie diesen Trend nicht und nehmen Sie gleich Kontakt mit mir auf.
Christian Johner

2011-01-08: Stanford Report #39 – VW googelt

Ich hatte es bereits kurz berichtet: Google arbeitet daran, das Lenken von Fahrzeugen denjenigen zu übertragen, die es besser können: Den Computern. Doch offensichtlich ist Google nicht die einzige Firma, die sich dieses ehrgeizige Ziel gesetzt hat. Gestern Nacht stoße ich auf dem Campus auf dieses Fahrzeug.

VW-Test

Hoffentlich gibt es diese Autos bald zu kaufen.

2011-01-07: Stanford Report #38 – Es wird ernst

So langsam dämmert mir, auf was ich mich eingelassen habe. Und so langsam macht sich ein erster Anflug von Panik breit. Habe ich zu hoch gepokert?

Woche für Woche integriert mich die Arbeitsgruppe stärker. Sie lässt es zu, dass ich Entwicklungsprozesse ändere, neue Werkzeuge einführe und der Software-Qualitätssicherung ein neues Gewicht gebe.

Aus der Erlaubnis, eine Vorlesung „meines Professors“ zu besuchen, entsteht die Bitte, ein paar Unterlagen zu besorgen. Dann die Bitte, als Teaching Assistent zu fungieren. Dann folgt das Angebot, Verbesserung an der Struktur der Vorlesung vorzunehmen. Die nächste Aufgabe besteht darin, gleich eine ganze Vorlesung vorzubereiten. Oder doch gleich mehrere? Ja, und wenn ich schon dabei wäre, ob ich die eine Vorlesung nicht gleich selbst halten könnte. Da wären übrigens noch zwei weitere Vorlesungen, die es zu übernehmen gälte.

Und so bereite ich unter Höchstdruck drei Vorlesungen vor. Teilnehmer sind Masterstudenten, Doktoranden und Post-Docs aus den Fakultäten Biomedical Informatics, Computer Science und Medicine. Externe Zuhörer sind zugeschaltet. Drei Kameras zeichnen die Vorlesung auf und streamen den Inhalt live ins Netz. An all diejenigen, die dafür bezahlen.

Ich wollte ja Vorlesungen in Stanford halten. So ist das, wenn man sich Ziele setzt.

2010-12-17: Stanford Report #37 — E-Mail Overload…

… und was der Dekan der Stanford University Medical School dazu sagt

Erst will ich es nicht glauben. Aber Brad, „mein“ Verkäufer bei Starbucks bestätigt: Ab Freitagabend ist die Universität geschlossen. Bis 3. Januar. Dass Weihnachten so schnell kommt, war mir nicht klar. Kein Wunder bei 18°C. Vielleicht ist diese erzwungene Pause wirklich eine gute Gelegenheit, mal inne zu halten, denke ich, als ich den Newsletter „meines“ Dekans lese:

„I have heard from so many of you that you relish this break from the constant onslaught of email and related communications. Accordingly, I would like to encourage all of you (including me, of course) to refrain from initiating email communications beginning December 18th and continuing through January 2nd, unless a communication is really important. Obviously that is left to your discretion. I am sure everyone will use their best judgment — but the collective view is that this natural break in electronic communications is one of the best gifts one can receive during the holiday season. So, enjoy, silently and respectfully.“

Schöner hätte ich es nicht schreiben können.

In diesem Sinne, weihnachtliche Grüße

Ihr Christian Johner

2010-12-16: Stanford Report #36 — Firmenkultur@Google

Nicht nur ein hoher Anspruch an sich selbst, sondern die gelebte Excellence, das unterscheidet viele der Top-Unternehmen. Sei es LucasFilm (s. gestriger Blogbeitrag), die Stanford University oder Google.

Fahrrad des Google-Konzerns in den typischen Google-Farben

Excellence kann aber auch gnadenlos sein: Bei der Einstellung ebenso wie bei der Beförderung oder dem Rausschmiss. Die Firmen können es sich leisten, nur mit den Besten zu arbeiten.

In diesen Firmen haben die Menschen das sagen, die besonders zur Wertschöpfung beitragen. Und nicht irgendwelche Manager, die eher an den Boss bei Dilbert erinnern. Folglich bilden bei Google die „Engineers“ die höchste „Kaste“. Doch es ist keine Kaste der Unberührbaren: Jeder Engineer wird kontinuierlich bewertet. Beispielsweise anhand

  • der programmierten Zeilen von Code
  • der Anzahl der Peer Reviews, die er für seine Kollegen durchführt
  • der Bewertung durch seine Kollegen
  • der Bewertung durch seinen Chef
  • der Anzahl der Verbesserungen am Code, die es bis in den produktiven Betrieb schaffen.

Dass man sich als Neuling in einer solchen Umgebung schnell als dumm vorkommt, wird Sie kaum überraschen. Doch wie kann man darin bestehen? Wie können Sie in einem Excellence-Unternehmen erfolgreich sein oder werden?

Es sind zumindest zwei Punkte, an denen Sie arbeiten sollten:

  1. Suchen Sie sich Ihre Nische, in der Sie der/die Beste sein möchten. Das erfordert Zeit zum Nachdenken. Also nehmen (→ blockieren) Sie sich diese Zeit. Denken Sie nach, sprechen Sie mit Anderen, recherchieren Sie. Und nähern Sie sich Stück für Stück Ihrem Ziel.
  2. Lernen Sie. Jeden Tag. Bilden Sie sich weiter. Lesen Sie Bücher und gute Webseiten. Besuchen Sie Workshops, Webinare, Seminare und berufsbegleitende Studiengänge. Und auch hier empfehle ich Ihnen: Nehmen (→ blockieren) Sie sich die Zeit, und nähern Sie sich Stück für Stück Ihrem Ziel.

Christian Johner

2010-12-14: Stanford Report #35 — Im ‚Inner Circle‘

Zuhause bei Star Wars, Titanic und Herr der Ringe

“After almost 8 miles you will see a brown three-rail fence running along the right side of the road. Shortly after that will be a large driveway with stone columns. Pull up to the gate. Drive up to the security kiosk. Security will expecting you and will give you further directions”.

Und tatsächlich: Die Wache kommt auf mich zu. “Ich heiße Christian Johner”. Ein prüfender Blick auf eine Liste. Dann gibt mir der Wachmann einen Zettel, den ich hinter die Windschutzscheibe legen soll. Und dann bin ich drin. Dort, wo sonst nur wenige Menschen hindürfen.

Ich fahre langsam in das Tal hinein, das komplett zur Skywalker Ranch gehört, der Heimat von Skywalker Sound. Den meisten besser bekannt als Lucas-Film. Hier wurden die spektakulären Filme vertont. Von Forrest Gump bis Star Wars, von King Kong bis Toy Story. Und ich bin mitten drin im Tonstudio.

Eine ganze Halle umfasst das größte Studio. Hier arbeiten die Besten der Besten. Besonders beeindruckt mich das Gespann aus Ton-Ingenieur und Ton-Meister. Während sich der erste um die technischen Aspekte kümmert, verfolgt der Ton-Meister die Aufzeichnung minutiös mit der Partitur. Der unsaubere Griff einer Bratsche, schleppende Celli, ein quietschendes Geräusch bei der Solo-Geigerin. Nichts entgeht ihm. Er unterbricht, lässt wiederholen und weiß von jedem einzelnen Takt des ganzen Konzerts, ob und wie viele gute und schlechte Aufnahmen es gibt.

Das ist höchste Professionalität. Beeindruckend!

Ich wünsche Ihnen, dass Sie genau wissen, was Ihr Gebiet ist, auf dem Sie genau diesen Grad der Perfektion erreichen wollen. Es bereitet einfach so viel mehr Spaß, und die Arbeit ist erfüllender und befriedigender.

Abends lese ich mir den Zettel durch, den mir der Wachmann mitgegeben hat. Das Verlassen der Gebäude ist strengstens verboten. Das Fotografieren ist strengstens verboten.

2010-12-10: Stanford Report #34 — Forschung digital

Wo Sie Ihre Zukunft suchen sollten

Einer meiner Studierenden besucht mich in Stanford. Er möchte verstehen, was diese Universität und die Forschung hier zu etwas Besonderem macht. Sicher, es gibt Augenfälliges: Die schiere Anzahl der Forschenden, die prächtigen Gebäude, die zahllosen „Labs“. Viele dieser Labs sind jedoch nichts mehr als normale Büros mit Computerarbeitsplätzen. Was macht also den Unterschied aus?

Wissensgesellschaft Bildquelle: iStockphoto.com

Der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Lab, der Unterschied zwischen einer guten und einer schlechten Forschung, der Unterschied zwischen einer prosperierenden und einer nicht prosperierenden Gesellschaft, der Unterschied zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Personen manifestiert sich kaum noch materiell. Die Unterschiede liegen in der Fähigkeit des Einzelnen oder der Gesellschaft, mit Informationen umzugehen.

Übertreibe ich jetzt? Ist es möglich, dass sich die Wertschöpfung immer mehr in die Verarbeitung und Anwendung von Informationen verlagert? Eine ähnliche Skepsis haben wir schon mehrfach erlebt.

Fehleinschätzung 1

Einmal als sich Gesellschaften mit einer landwirtschaftlich orientierten Produktion (primärer Sektor) zu Gesellschaften entwickelten, die Rohstoffe verarbeiten (sekundärer Sektor). „Irgendjemand muss doch für die Lebensmittel sorgen“, waren die Argumente der Kritiker. Das stimmt, nur bedarf es dazu eines immer kleiner werdenden Anteils an Menschen.

Fehleinschätzung 2

Die zweite Welle der Skepsis hatten wir beim Übergang in die Dienstleistungsgesellschaft (tertiärer Sektor). „Wir können uns doch nicht alle gegenseitig die Haare schneiden“ argumentierten einige, „und irgendjemand muss doch die Computer produzieren!“. Das stimmt, nur bedarf es dazu eines immer kleiner werdenden Anteils an Menschen [1]. Der Dienstleistungssektor macht heute weit mehr als 70% der Wertschöpfung aus.

Hier liegt Ihre Zukunft

Doch wir sind längst im Übergang zum quartären Sektor begriffen: Dem Umgang mit Informationen. Hier werden die Arbeitsplätze geschaffen, die in anderen Bereichen verloren gehen. Deshalb haben Sie hier eine besonders hohe Wahrscheinlichkeit, erfolgreich zu sein. Allerding setzt dieser Bereich die höchsten Ansprüche an Ihre Ausbildung. Wie Sie diese bekommen und wie ich dazu beitrage, wissen Sie ja [2].

Stanford

Momentan arbeite ich in Stanford in einer Forschergruppe, die sich des „Diagnosenkatalogs“ ICD-11 widmet. Um was geht es? Es geht schlicht darum, medizinische Daten für den Computer verarbeitbar zu modellieren. Die Gesundheitssysteme werden sich immer stärker über ihre Fähigkeit differenzieren, aus diesen Informationen Diagnose- und Therapieempfehlungen abzuleiten.

Und damit wissen Sie auch, wie meine Umgebung am Stanford Center for Biomedical Informatics Research aussieht: Normale Büros mit Computerarbeitsplätzen. Und vielen Menschen, die sich darüber austauschen diese Computer für die Forschung nutzbar zu machen.

Beste Grüße aus Stanford, Ihr Christian Johner

[1] siehe auch heutiger Artikel auf heise-Online
[2] Seminare, Studium, Institutsclub

2010-12-04: Stanford Report #33 — Wo sich IT und Kunst treffen

„Christian, today there is a Google talk in Bill Gates” meint einer meiner Arbeitskollegen. Bei solchen Vorlesungsankündigungen frage ich nicht nach, um was es geht, ich gehe einfach hin. Also Jacke überstreifen und rüber zum Bill-Gates-Building. Das ist das Gebäude, in dem die meisten Informatikvorlesungen stattfinden. Dieses Mal hätte ich vielleicht doch nachfragen sollen, was das Thema ist. Denn das, was ich dann sehe und höre, „blows me away“.

The Johnny Cash Project from Chris Milk on Vimeo.

Bei Google denke ich natürlich an Suchalgorithmen, an Rechenzentren und an Autos ohne Fahrer. Doch darum geht es nicht, denn heute hält ein bei Google angestellter Künstler die Informatik-Vorlesung. 60 Minuten lausche ich Aaron Koblin gebannt. Wie er Daten visualisiert, wie er weltweit 1000e Menschen dazu bringt, an Kunstwerken mitzuwirken, fesselt mich. Beim Jonny-Cash-Project bekomme ich eine Gänsehaut: Künstler haben ein Video erstellt, in dem jeder einen einzelnen Frame eines Videos gemalt hat.

Aaron versteht sich als Künstler, zu dessen Handwerkszeug Javascript und HTML5 genauso gehören wie Algorithmen zur Datananalyse und Visualisierung.

Nicht nur ich bin ebenso sprachlos wie fasziniert: Seine Werke finden sich im Museum of Modern Art (MOMA) in New York, seine Videos sind mit einer Grammy-Nommierung ausgezeichnet worden.

Diese unbändige Lust am Experimentieren und am Entdecken begeistert mich. Und genau das ist es, was ich auch meinen Studierenden am Institut mitgeben möchte

2010-12-01: Stanford Report #32 – Halbzeit

„Sag mal, was machst Du eigentlich da drüben?“ Diese Frage stellt man mir sehr häufig. Gestern ist die erste Hälfte meines Stanford-Aufenthalts zu Ende gegangen. Eine gute Gelegenheit für eine erste Antwort.
Genau genommen habe ich zwei Tätigkeitsschwerpunkte:

Schwerpunkt 1: Qualitätssicherung für das ICD-11-Kollaborationswerkzeug

Am Stanford Center for Biomedical Informatics Research beschäftigt man sich intensiv mit Ontologien und deren Anwendung. Eine dieser Anwendungen ist der ICD-11 Katalog, der etwa 2015 die bisherigen Diagnosenkataloge ICD-9 bzw. ICD-10 ablösen soll. Der ICD-11 wird weit über einen reinen Diagnosekatalog hinausgehen. Er hat zum Ziel, Krankheiten, deren Entstehung und Ursachen, deren Behandlung und Organmanifestation und vieles mehr formalisiert zu beschreiben. Aus dieser sehr umfänglichen Beschreibung sollen dann durch „Linearisierung“ anwendungsfallbezogene Kodier- bzw. Klassifizierungssysteme automatisiert abgeleitet werden. Beispielsweise für die Abrechnung, für die Mortalitätsstatistik usw..

Solch eine Mammutaufgabe lässt sich nur mit Hilfe 1000er „Professionals“ wie Ärzten erstellen. Die WHO leitet das Projekt und setzt dazu eine Kollaborationsplattform ein, welche „mein Lab“ entwickelt: Protégé.
Die Entwicklung ist sehr weit fortgeschritten. Aber an einer systematischen Qualitätssicherung im Sinn von nächtlichen „Builds“, automatisierten Tests (auch über die Benutzerstelle) war man noch ein Stück entfernt. Und genau das habe ich begonnen zu ändern: Projekt für Projekt dieser sehr umfangreichen Anwendung(ssuite) stellen wir nun um. Insgesamt sechs Serveranwendungen stehen nun bereit, um den Code nächtlich zu integrieren, zu testen und den Entwicklern Informationen zur Güte des Codes und der Software-Architektur zu geben.

Für meine Beratungskunden werde ich dieses Beispiel als Show-Case nutzen, um zu zeigen, wie eine professionelle (und normenkonforme) Software-Entwicklung idealerweise aussehen sollte.

Aufgabe 2: Unterstützung der Lehre

Dass ich ein Hochschullehrer aus Leidenschaft bin, dürfte kein Geheimnis mehr darstellen. In Stanford möchte ich lernen, wie man die weltweit beste Lehre gestaltet. Auf einige sehr gute Ideen bin ich bereits gestoßen.

Mindestens genauso glücklich bin ich aber darüber, dass ich selbst dazu beitragen darf, die Lehre in Stanford zu verbessern. Konkret baue ich gerade die Vorlesung Biomedical Informatics um. Ich bin sehr stolz, das machen zu dürfen, und dankbar für das Vertrauen, das man mir hier schenkt. Dieses Vertrauen geht soweit, dass ich wahrscheinlich demnächst die erste eigene Vorlesung hier halten darf. Ein Traum wird wahr.

Natürlich ist das nicht alles: Ich bin ständig auf der Suche nach Dingen, die ich noch nicht weiß. Das sind zum Glück unendlich viele. Ich sauge alles auf und komme mir wie in einem Paradies vor: Lernen, ohne jemals das Ende erreichen zu können.

Falls Sie dieses Gefühl zumindest nachvollziehen, vielleicht sogar nacherleben, und falls Sie von dem Wissen direkt beruflich (und persönlich) profitieren wollen, dann wissen Sie, was Sie tun können: Studieren Sie bei mir am Institut. Die MSc- und MBA-Studiengänge dienen genau diesem Ziel. Ich möchte Sie auf diesem Weg begleiten.

Nehmen Sie gleich mit mir oder meinem Team Kontakt auf!

Beste Grüße aus Stanford, Ihr Christian Johner

2010-11-25: Stanford Report #31 — Thanksgiving und die Erfüllung Ihrer Träume

Wege zu einem selbstbestimmten Leben

Eine friedliche Ruhe ist in die Büros des Biomedical Informatics Center eingekehrt. Einige Kollegen verabschieden sich, wünschen ein schönes Wochenende. Dann bin ich alleine. Es ist Mittwochnachmittag.

Thanksgiving steht vor der Tür — der für viele Amerikaner höchste Feiertag. Es ist mehr als nur der Tag der Truthähne und Familienfeste. Thanksgiving erinnert an die ersten Siedler in der Neuen Welt, die dankbar ihre erste Ernte einfahren. Diese Siedler haben es geschafft: Sie haben die Zustände in Europa hinter sich gelassen: Hunger, Unterdrückung, Perspektivlosigkeit. Doch sie sind jetzt frei, sie haben den Neubeginn geschafft und wissen, dass sie ganz alleine für ihr Glück verantwortlich.

Träumen Sie auch von einem Neubeginn?

Oft wehren wir uns dagegen anzuerkennen, dass die eigene Situation unbefriedigend ist. Dass der Job schon lange keinen Spaß mehr macht. Dass die Abhängigkeit vom Wohlwollen des Chefs am Selbstbewusstsein nagt. Dass man eigentlich etwas ganz anderes machen wollte. Damals.

Wir schieben es dann auf die Umstände, finden unzählige Erklärungen dafür, weshalb man nichts ändert: Das Haus, das abbezahlt werden muss, Die Schwiegermutter, die wahlweise gepflegt werden muss oder auf die Kinder aufpasst. Die vage Aussicht, dass es doch irgendwann besser werden wird. Oder die mangelnde eigene Fachkenntnis ist „schuld“. Nur ändern tun wir nichts.

Wenn man etwas ändern möchte, muss man wissen, wie es danach sein soll. Wie ist Ihr ideales Leben beschaffen? Was möchten Sie dann tun, haben und sein? Diese Klarheit der Ziele fehlt jedoch oft.

Aus dieser Erfahrung heraus, liegt mir sehr viel daran, dass die Studierenden meiner berufsbegleitenden Masterstudiengänge diese Ziele genau benennen. Dass Sie ihre Projekt- und Masterarbeiten als Mittel nutzen, um ein gutes Stück dieses Wegs zum Ziel zu gehen.

Nichts ist befriedigender, als diese Ziele zu formulieren, anzustreben und zu erreichen. Und das auch ausgiebig zu feiern – als ganz persönliches Thanksgiving.

Lassen Sie mich wissen, wenn ich Sie auf diesem Weg unterstützen kann.

Beste Grüße, Christian Johner

2010-11-23: Stanford Report #30 — Ein klares Statement

Stanford Medical School zu gleichgeschlechtlichen Ehen

Die Feststellung, dass die USA voller Widersprüche seien, hört sich wie eine Platidüde an. Aber sie stimmt, wie ein Beispiel illustriert: Während eine erschreckende Hatz auf Homosexuelle aufflammt, beziehen andere eine ebenso klare wie liberale Einstellung. Wie „meine“ derzeitige Universität. Sie hat heute folgendes Statement veröffentlicht:

„The Faculty Senate at Stanford School of Medicine supports granting the rights of civil marriage to same-sex couples as part of our commitment to reduce the documented health care disparities affecting those couples, their families, and their children.“

Diese Toleranz und Offenheit — nicht nur diesbezüglich — ist auch eine Grundvoraussetzung für eine erfolgreiche Lehre und Forschung. Nur wo man Menschen und Dingen unvoreingenommen  begegnet, lässt sich Neues entdecken und gestalten.

Ich bin einmal mehr stolz, in diesem Umfeld arbeiten und lernen zu dürfen.

2010-11-22: Stanford Report #29 — Und unterschreiben Sie nicht mit MfG

Aus dem Land der Abkürzungen

Fast hätte mich BL CCW zum SLAC gerammt. Aber es geht weiter an die MSOB der SUMS, nicht ohne einen Abstecher ans LKSC. Mit Kaffee gestärkt geht es an die Arbeit. Als TA bin ich verantwortlich für BMI210, v.a. für die HWs. Es geht heute um KR, FOL und EMRs. Danach etwas QA für iCAT. Auf der Agenda für das Mittagsseminar steht „Report on ISWC and AMIA“.

Sie verstehen nur Bahnhof? So geht es mir manchmal auch. Man braucht eine Weile, um sich in diese sehr eigene Welt der Abkürzungen einzufinden. Manchmal mögen sie hilfreich sein. Manchmal vielleicht auch Ausdruck von Schreibfaulheit.

Wie freundlich mögen die Grüße „MfG“ wirklich sein, wenn man sich nicht einmal die Mühe macht, sie zu formulieren?

LG ;-), Christian Johner

PS: Und hier die Abkürzungen

  • BL CCW ist die B-Linie der Stanford Busse, und zwar diejenige die „Counter Clockwise“ fährt.
  • SLAC: Standford Linear Accelerator, der Linearbeschleuniger an dem schon ein paar Nobelpreise entstanden.
  • MSOB: Medical School Office Building
  • SUMS: Stanford University Medical School, hier arbeite ich
  • LKSC: Li Ka Shing Center for Education and Learning, uper moderner Bau, der meinen Lieblings-Starbucks beheimatet
  • TA: Teaching Assistent: ich arbeite auf meine erste Vorlesung hin
  • BMI210: Biomedical Informatics, Kurs 210, also der, den ich vorbereite
  • HW: die Homeworks für die Studenten
  • KR: Knowledge Representation
  • FOL: First oder logic
  • EMR: Electronical medical record
  • QA: quality assurance
  • iCAT: collaborative authoring tool for ICD 11. Fragen Sie mich nicht, was das i am Anfang bedeutet
  • ISWC und AMIA sind zwei große Konferenzen

2010-11-20: Stanford Report #28 — China kommt

Wie Sie verhindern, abgehängt zu werden

Jeden Donnerstag bin ich im Bioinformatik-Seminar. Hier tragen die Kollegen der Arbeitsgruppe vor, heute Herr Tu. Sein Name verrät seine asiatischen Wurzeln. Während ich überlege, welche Wege ihn nach Stanford geführt haben, streift mein Blick über die „Hall of Fame“. Sie zeigt die Bilder aller Absolventen der Arbeitsgruppe. Etwa die Hälfte dieser Absolventen sind ebenfalls Asiaten.

Zurück in  meinem Büro stoße ich auf einen Spiegel-Artikel. Er berichtet, dass China bald die meisten Forscher weltweit haben wird. Das glaube ich. Und wer so intensiv und konsequent in seine Weiterbildung investiert, muss und wird langfristig erfolgreich sein. Das gilt für Staaten genauso wie für einzelne Personen — für uns.

Und genau deshalb lege ich Ihnen nahe, diese Investition zu tätigen. Ob in ein berufsbegleitendes Masterstudium am Institut oder in eine andere Maßnahme ist zuerst unerheblich. Die Weiterbildung muss nur nachhaltig sein, über hochkarätige Dozenten und ein dem Lernen förderlichen Klima verfügen.

All das ist am Institut gegeben, wie Sie sich im Rahmen eines Schnuppertags nächste Woche überzeugen können. Melden Sie sich gleich, um einen Termin zu vereinbaren.

2010-11-19: Stanford Report #27 — Wenn sich teuer rechnet

Geahnt hatte ich es bereits. Aber seit heute ist es amtlich: Stanford/Palo Alto ist die teuerste Universitätsstadt der USA. Das berichtet zumindest „The Stanford Daily“ in seiner heutigen Ausgabe.

Stanford Daily: Palo Alto ist die teuerste Universitätsstadt der USA

Ein durchschnittliches Haus kostet hier 1,4 Mio. USD, also ziemlich genau eine Million Euro. Das ist beachtlich. Da ich aber (noch) nicht plane, hier dauerhaft sesshaft zu werden, ist das kein Problem. Vor allem auch deshalb nicht, weil sich die Investition, die ich hier in meine Weiterbildung tätige, bereits jetzt mehr als bezahlt hat. Und das meine ich nicht nur finanziell.

Dass Weiterbildung die höchsten Zinsen trägt, ist allgemein bekannt. Also investieren auch Sie! Beispielsweise im Rahmen eines berufsbegleitenden Masterstudiums „IT im Gesundheitswesen“.

2010-11-17: Stanford-Report #26 — Famous Headquarters

2010-11-15: Stanford Report #25 — Eine kleine Karriere

Lehre an der Stanford University

Eines der Dinge, die mich am meisten interessieren, ist: Wie lehrt man an einer der zwei besten Universitäten der Welt? Um eine Antwort auf diese Frage zu bekommen, wähle ich einen möglicherweise ungewöhnlichen Weg:

Der nächstliegende Gedanke besteht darin, sich einfach in eine Vorlesung zu setzen. Das habe ich mehrfach getan. Die Überlegungen, die sich der Professor zu seiner Lehre und Didaktik macht, erfahre ich aber so nicht. Auch bekomme ich keinen vollständigen Einblick in die Lehrmaterialien. Also was tun?

Einfach ein Teil der Lehrteams werden! Und so bin ich ab nun Teaching Assistent des Lehrstuhlinhabers für medizinische Informatik. Meine Aufgabe besteht darin, die Lehrmaterialien auf ihre didaktische Eignung zu prüfen, durch eigene zu ergänzen sowie den Unterricht vorzubereiten und zu begleiten. Das ist kein wesentlicher Karriereschritt, aber etwas, das mir unheimlich viel Freude und unbezahlbare Erkenntnisse verschafft.

Profitieren Sie davon! Beispielsweise als Studierende(r) des berufsbegleitenden Masterstudiums IT im Gesundheitswesen. Oder als Teilnehmer eines meiner Seminare. Das nächte beginnt am 22. Februar. Melden Sie sich gleich an, lernen Sie, wie man medizinische Software entwickelt und sicher durchs Audit bringt.

Und finden Sie heraus, was ich gelernt habe.

Ihr Christian Johner

2010-11-12: Stanford Report #24 –Circle of Life

Google Talk @ Stanford

Heute hat Jeffery Dean, ein Google Mitarbeiter, den Ort besucht, an dem seine Firma ihren Anfang hatte: Die Stanford University. Hier stand einst das erste Rechenzentrum von Google. Die ursprüngliche Domain http://google.stanford.edu gibt es bis heute, wird aber vom Stanford Rechenzentrum genutzt.


Ich gestehe beeindruckt zu sein. 20% Wachstum bei den Suchanfragen müssen Jeffrey Dean und seine Kollegen bewältigen. Pro Monat. Die Übernahme der Suche von Yahoo! verdoppelte das Suchvolumen sogar über Nacht. Bei den Datenvolumina spricht man nicht von Peta, sondern eher von ExaByte. Eigene patentierte Frameworks wie MapReduce, eigene Hardware bis hin zu eigenen Datentypen tragen Sorge, dass die Anfragen zu 99% in 50ms beantwortet werden.

Trivial ist die Suche auch deshalb nicht, weil die Hardware so unzuverlässig ist: Könnte Ihr Rechenzentrum innerhalb eines Jahres mit drei Routerausfällen, fünf Komplettausfällen eines ganzen Racks, mit 1000 Hardwarefehlern und 1000en ausgefallenen Festplatten umgehen? Ein Cluster eines Google-Rechenzentrums tut das. Jeffrey Dean meint, dass es auch gar nicht wert sei, bessere Hardware einzukaufen. Die würde ungleich teurer sein, das Problem aber nicht lösen können. Es ist die Software, die das zu kompensieren hat.

Dass Google Webseiten ebenso durchsucht wie Newsforen, Bücher, Soziale Netzwerke, Videos und Bilder, wusste ich. Neu war mir hingegen, wie abhängig der Suchaufwand vom Suchbegriff ist. Einer der aufwändigsten (aus drei Wörtern bestehenden) Suchbegriffe ist…

„Circle of Life“

Ein Gruß aus dem Jenseits von Douglas Adams?

PS: den ganzen Vortrag können Sie auf einer Webseite der Stanford University ansehen und hören.

2010-11-08: Stanford Report #23 – Blaue Stunde

Auch in den USA sind die Uhren nun zurückgestellt. Jetzt ist es abends noch früher dunkel, auch hier kündigt sich langsam die kalte Jahreszeit an. Umso mehr genieße ich die verbleibende Sonne und die Lieblingsstunde vieler Fotografen – die „blaue Stunde“.

2010-11-07: Stanford Report #22 – Vorsicht Vorbild

Es ist jeden Tag das gleiche: Um kurz nach acht radle ich zur Arbeit, nicht ohne einen kurzen Abstecher zu Starbucks. Da stehe ich dann, warte bis meine „Grande Cafe Latte“ bereitet ist und schau auf die Tafel mit den Nobelpreisträgern. Die Tafel mit den Göttern der Wissenschaft. So frage ich mich jeden Morgen, ob das die Vorbilder sind.

Vorbilder können etwas Wunderbares sein: Sie zeigen auf, was möglich ist, sie sind Vorschläge für die eigenen Ziele und Lebensentwürfe.

Vorbilder bergen aber auch eine Gefahr: Die Gefahr, blind den Zielen anderer zu folgen, ohne zu prüfen, ob sie im Einklang mit den eigenen stehen. Sie können auch frustrieren, weil sie nicht erreichbar sind. Weil man nicht so viel verdient wie ein Warren Buffet, nicht so gut Tennis spielt wie ein Roger Federer, oder nicht die Gelassenheit hat eines Dalai Lamas.

Es ist jeden zweiten Tag das gleiche: ich jogge über den Campus, nicht ohne einen kurzen Abstecher zum Sportgelände. Da verschnaufe ich dann kurz und schaue auf die Tafel — die mit den Olympiagewinnern und Weltrekordhaltern.

2010-11-05: Stanford Report #21 — Behördenpost

Zurück von der Arbeit. Zuerst öffne ich den Briefkasten. Und da ist es das Schreiben, auf das ich bereits seit Tagen warte.

Das Schreiben der Social Security Administration. Ich taste den Brief ab, doch die ersehnte Karte scheint nicht enthalten zu sein. Schnell reise ich den Umschlag auf. Und das ist sie: meine Social Security Number  SSN.

die Sozialversicherungsnummer

Eigentlich ziemlich schlicht. Einfach ein Stück Papier. Einige Sicherheitsmerkmale wie Prägung gibt es aber schon.

Für mich ist es ein weiterer Schritt Richtung amerikanischen Alltags.

2010-11-02: Stanford Report #20

Ob ich Steve Jobs verehre? Soweit möchte ich sicher nicht gehen. Aber ich habe hohen Respekt vor seinem Lebenswerk. Und vor einer Rede, die er anlässlich der Graduierung von Absolventen der Universität und just an dem Ort gehalten hat, wo ich zurzeit bin — Stanford.

Nehmen Sie sich die Zeit für eine nicht nur rhetorisch bemerkenswerte Rede.

2010-11-01: Stanford Report #19 — Ein bisschen Texas

Heute ist Laetitia bewaffnet. Mit einem großkalibrigen Revolver. Das wundert mich, denn in Kalifornien habe ich noch niemanden mit Waffen gesehen – Sicherheitspersonal ausgenommen. Laetitia ist Kassiererin in meiner Mensa. Und auch ihr sonstiges Aussehen mit Westernhut und Beinschonern erinnert mich eher an Cowboys in Texas.

Erst ein Besuch in der Cafeteria lässt mich verstehen: Denn dort bedienen mich heute ein weiblicher Teufel und eine Zigeunerin.

Happy Halloween!

2010-10-30: Stanford Report #18 — Bibliothek ohne Bücher

Die wuchtige Architektur hat etwas Einschüchterndes. Als ich die Stufen der Green Library hochsteige, frage ich mich, wie ich mich als Erstsemester hier fühlen würde. Ich laufe vorbei an großzügigen Lesesälen in historischen Gemäuern, an Computerarbeitsplätzen und endlosen Regalfluchten.

Studierende sitzen jeweils alleine an einem der zahllosen Arbeitsplätze. Wie ein Labyrinth winden sich die Gänge. Wie lange es dauern würde, jemanden hier zu finden? Dann folgen modern ausgestattete Gruppenarbeitsräume. Ich stoße nur auf Studierende asiatischer Herkunft. Wo sind die anderen? Und wo sind eigentlich die Bücher, die mich interessieren?

Gleich die erste Suche im Bibliothekscomputer spuckt hunderte von Titeln aus. Doch bei nur wenigen steht eine Ortsangabe dabei. Meistens heißt es einfach „online“. Das probiere ich gleich aus: Ein Klick auf den Link, und ich bin im Buch. Kann sofort darin blättern, suchen  und Anmerkungen hinzufügen. Nur Herunterladen geht nicht. Wie schade.

Die wenigen gebundenen Vertreter verteilen sich auf die anderen Bibliotheken. Ich bin überrascht, wie viele Programmierbücher in der Bibliothek der Stanford Medical School stehen. Soll mir recht sein, denn dort arbeite ich ja.

2010-10-29: Stanford Report #17 — Meine ‚Masters‘ sind die besten

„Das wäre doch was für Dich“ meint mein netter Büronachbar und hält mir die Einladung für einen Vortrag unter die Nase. In der Tat, es geht um Medizinprodukte und „Design“. Das hört sich spannend an, das ist mein Thema. Also gleich aufs Rad und quer über den Campus zum „Center for Design Research“. Ich bin unglaublich gespannt. Kann ich etwas lernen?

Probevortrag PhD-Thesis

Wie vergleicht sich das Niveau mit dem an deutschen Universitäten? Mit dem am Institut?

Eine Studentin strebt nächste Woche ihre Promotion an. Und so haben sich etwa 20 Personen zum Probevortrag eingefunden, der per Live-Stream ins Internet übertragen wird. Der Einstieg gefällt mir gut. Eine klare wissenschaftliche Fragestellung, die in geeignete Teilfragen zerlegt ist. Wie es sein sollte, stellt die Promovierende dann die Methoden vor, die sie zur Beantwortung der Fragen gewählt hat. Dazu zählen Umfragen. Das ist meines Erachtens kein optimaler Ansatz. Das wissen meine Studierenden am Institut besser. Schließlich haben sie meinen Usability-Guru Thomas Geis gehört. Doch dessen Ansatz, der Eingang in die wesentlichen Normen gefunden hat, scheint hier nicht bekannt zu sein. Entsprechend wage erscheinen (nicht nur) mir die Ergebnisse.

Während ich langsam etwas ermüde denke ich an Dr. Walter Koller, unseren Kommunikationsexperten am Institut. Bei ihm wäre so ein Vortrag bei der Verteidigung der Masterthese sicher nicht gut bewertet worden.

Eine Master-Thesis und eine PhD-Thesis sind sicher nur bedingt vergleichbar. Das betrifft besonders den Umfang des Wissensgewinns. Auch widerspreche ich nicht, dass man keinesfalls von einer Präsentation auf das Niveau von Stanford Absolventen verallgemeinern sollte. Dass aber meine Masterstudenten im Bezug auf Methodik und Präsentation so gut mithalten können, macht mich stolz.

Liebe Masters, ihr seid die besten!

2010-10-28: Stanford Report #16 — Ihre SSN bitte

Ja, ich habe verstanden, denke ich, als mir der bewaffnete Security Officer mehr als deutlich zu verstehen gibt, dass Fotoapparate hier nicht erwünscht seien. Doch der Reihe nach.

Türschild der Social Security Administration

„Your SSN please!“ Wie oft habe ich diesen Satz gehört. Beim Beantragen des Visums. Beim Eröffnen meines Bankkontos. Beim Unterschreiben des Mietvertrags. Und jetzt sogar noch beim Kauf einer neuen Jacke. Also alles, was Recht ist.

Die SSN gehört irgendwie schon dazu, wenn man hier mitspielen will. Also entschließe ich mich, eine zu beantragen. Das nächste Büro der Sozialversicherungsbehörde ist in Menlo Park, also nur etwa 15km entfernt. 15km, für die ich über eine halbe Stunde brauche. So dicht ist hier der Verkehr.

Als ich sieben Minuten vor Büroschluss dort endlich ankomme, ist nur noch ein weiterer Antragsteller in dem schmucklosen Büro. Dennoch muss ich eine Nummer ziehen, werde aber sofort an den Schalter gebeten. Mein Dank für die schnelle Bearbeitung kontert die Sachbearbeiterin, dass sie in den Feierabend möchte und die „last customer“ immer die „worst customer“ seien.

So viel Liebenswürdigkeit überrascht mich. Das war ich bisher nicht gewöhnt. Die Eile der Mitarbeiterin hat auch eine gute Seite: sie stellt mir keine einzige Frage weshalb und warum ich eine SSN bräuchte. Meine Formulare solle ich ihr geben. Dann bestätigen, dass meine Angaben korrekt seien. Während sie meine Daten in den Computer hämmert schimpft sie vor sich hin, dass der Wachmann endlich die Türe abschließen solle, sonst käme noch ein Kunde.

Die Szene erscheint so absurd: Ein Büro mit zwei Angestellten, dazu ein bewaffneter Wachmann. Das muss ich gleich fotografieren – denke ich. Das muss ich nicht – findet er.

Meinen Ausweis mit der SSN bekäme ich in 10 Tagen zugeschickt lässt mich die Sachbearbeiterin wissen, bevor die Türe hinter mir verschlossen wird.

2010-10-27: Wollen Sie wissen, wie viel Geld ich habe?

In Deutschland spricht man ja nicht so freizügig über Geld. Man freut sich lieber im Verborgenen über ein gut gefülltes oder grämt sich über ein schlecht gefülltes Bankkonto. Und so möchte auch ich mal nachsehen, wie viel Geld ich auf meinem alten amerikanischen Konto habe. Seltsamerweise kennt die Webseite dieses Konto nicht. Und der Schalterbeamte auch nicht. Doch im Internet werde ich fündig. Ich finde meinen Namen und den Kontostand. Wie kann es dazu kommen?

Inzwischen verstehe ich den Grund. Es gab auf dem Konto zu lange keine Bewegungen. Also hat sich der Staat Texas des Gelds bemächtigt. Er betreibt eine Webseite, auf der man „Unclaimed Property“ einsehen kann. Und da stehe ich samt der Summe. Die werde ich gleich mal claimen. Denn Geld kann man hier irgendwie immer gebrauchen.

Beste Grüße, Christian Johner

PS: Etwas mehr als 500 USD sind dank Zinsen aufgelaufen.

2010-10-23: Stanford-Report #15 — Professorenglück

Ungarn, China, Indien, Deutschland, Frankreich, USA, Rumänien. Das sind die Herkunftsländer meiner Kollegen hier im Biomedical Informatics Research Center. Die beiden anderen „Visiting Scholars“ stammen aus Österreich und Belgien. Doch egal welcher Nationalität, scheinen es die gleichen Dinge zu sein, die uns Informatik-Professoren Glück verschaffen:

Nein, es ist nicht das Geld. Es sind auch nicht die großen wissenschaftlichen Erkenntnisse. Es sind die kleinen Erfolge. Die Freude darüber, dass die Ontologie-basierte Suchmaschine sich nun mit Facebook verbindet. Das Versionsverwaltungssystem, das endlich über zwei VPN-Tunnel seine Daten preisgibt. Die 100.000 Zeilen Code, die endlich mit dem neuen Build-Framework kompilieren.

Es hat sich seit Studentenzeiten nicht viel geändert :-).

Glückliche Grüße, Christian Johner

2010-10-22: Stanford Report #14 — Ein (einmaliger) Blick hinter die Kulissen

3500 USD. Manchmal auch mehr. Soviel verlangt Stanford für die Teilnahme an einem Online-Kurs, beispielsweise zur Programmierung. Einen der „Stars“ der Szene, Jerry Cain, habe ich besucht. Jerry finden Sie auch bei YouTube, seine Videos haben 10.00e von Klicks.

Über Jerry erzähle ich demnächst mehr, heute möchte ich Ihnen einen Blick hinter die Fassade gewähren. Ein Beispiel für das fertige Ergebnis finden Sie auf einer Seite des Stanford Centers for Professional Development.

Ich habe Zugang zu dem Raum bekommen, in dem die meisten dieser Vorlesungen aufgezeichnet werden. Im William Gates Gebäude. Dort, im ersten Untergeschoss stoße ich auf viele Seminarräume und eben diesen „berühmten“ Hörsaal“ mit zugehörigem Aufzeichnungsraum. Auch der Vorlesungssaal ist bestens mit Technik ausgestattet:

  • Insgesamt vier steuerbare Kameras: Eine filmt die Tafel, eine den Dozenten, eine ist von oben auf das Dozentenpult gerichtet, eine weitere ins Publikum.
  • Computermonitore zeigen den Studierenden das Signal, das aufgezeichnet wird, also beispielsweise den Tafelanschrieb oder den Dozenten.
  • Scheinwerfer leuchten den Dozenten und die Tafel gleichmäßig aus.
  • Überall hängen Mikrofone. So lassen sich auch die Fragen der Studenten aufzeichnen. Der Dozent selbst trägt ein Lavalier-Mikrofon.

Eine kurze Unterhaltung, dann bin ich auch im Aufzeichnungsraum. Eine studentische Mitarbeiterin hat heute Dienst. Zu ihren Aufgaben zählt es, das wichtigste Signal auszuwählen. Also das, das entweder von einer der vier Kameras oder das vom Monitorausgang des Dozenten-PCs stammt. Ebenso mischt sie den Ton und fährt die Kameras mit Hilfe von Joysticks nach. So bleibt der Dozent immer im Bild, der relevante Tafelanschrieb ist immer gut zu lesen. Das bedarf sicher einiges an Übung. Nicht gesehen, aber gehört habe ich den Supervisor. Der betreut mehrere Vorlesungssäle und schaltet sich dazu, wenn er mit der Qualität der Aufzeichnung nicht zufrieden ist.

Ich vermute, dass dieses Video das einzige ist, welches zeigt, wie es hier hinter den Kulissen aussieht.

2010-10-20: Stanford Report #13 — MBA Kurse in Stanford?

Ich möchte keinesfalls zu große Hoffnungen wecken. Aber die Tage sind unglaublich spannend auch im Hinblick auf den MBA:

Meine geheime Hoffnung besteht zugegebenermaßen darin, die Studienwoche nächsten September in Stanford stattfinden zu lassen. Und nun stoße ich auf erste potentielle Lehrer. Möglicherweise treffe ich nächste Woche den CIO des Stanford Medical Centers. Das wäre für mich und sicher auch die Studierenden eine weitere Krönung.

Ob das klappen wird? Ich weiß es nicht. Aber wer nicht gewagt, der nicht gewinnt.

Ihr Christian Johner

2010-10-19: Stanford Report #12 — Un‘ wie isses?

Jeden Morgen kurz nach 8 Uhr. Ich mache mich über meine E-Mails her, die über Nacht angelaufen sind. Um präziser zu sein: Über die E-Mails, die in den letzten acht Stunden eingetroffen sind, während ich schlief und während in Deutschland fleißig gearbeitet wurde. Es sind Mails von meinen Studierenden, von meinen Kunden, von meinen Freunden, von meinem Institutsteam (Corinna und Michael).

Und nicht wenige dieser E-Mails stellen in etwa die Frage: „Un‘ wie isses da drüben? Kommt Ihr wieder zurück?“.

In einem Satz lässt sich das nicht umfassend beantworten.

Wenn ich aber nur einen Satz hätte, dann wäre es dieser: „Wunderbar und wahrscheinlich schon“. Aber ich habe ja mehr als einen:

Wir haben uns unglaublich schnell eingelebt. Nach wenigen Tagen war das meiste geregelt. Von der Bank bis zur Wohnung, von den Läden bis zum Auto, vom Telefon bis zum Drucker am Arbeitsplatz. Und so sind es immer weniger Dinge, die den Alltag noch aufwendiger als in Deutschland gestalten: Inzwischen ist der Frisör gefunden (zu dem ich wahrscheinlich doch nicht mehr gehen werde :-)), ich weiß, wo ich im Safeways die Schuhcreme finde (heißt übrigens boot polish), und sogar ans Abbiegen bei roter Ampel (aber nur nach rechts) habe ich mich gewöhnt.

Was macht den Aufenthalt dann noch so wunderbar? Vom traumhaften Wetter abgesehen? (die gestrige Aufnahme bestätigt eher die Regel)

Es sind viele Dinge, die mir sehr wichtig sind:

  • Das inspirierende Umfeld: Jeden Tag kann ich hier (nicht nur in Stanford) etwas Neues lernen, ohne befürchten zu müssen, jemals das Ende zu erreichen. Jeden Tag sehe ich mir etwas an, sei es eine Vorlesung oder ein Gebäude auf dem Campus. Jeden Tag treffe ich mich mit Leuten und frage sie aus. Vom Studenten bis zum Professor.
  • Die Ausflüge: Jedes Wochenende besuchen wir neue Gegenden. Dieses Wochenende ging’s ins Nappa Valley zu den großen Weingütern und zum Wohnort Jack Londons. Die Bilder verschaffen Ihnen einen Eindruck.
  • Kein Ballast: Ich bin mit zwei Koffern (eigentlich nur anderthalb) angereist. Ich vermisse nichts. Wie man den Fernseher hier im Appartement einschaltet, weiß ich nicht einmal und will ich gar nicht wissen. Auch vom üblichen emotionalen und materiellen Ballast des Alltags bin ich befreit.
  • Die klare Zielsetzung: Die Zeit, die ich durch dieses Freisemester gewinne, verteidige ich mit allem. Sie dient nicht nur dem Lernen, sondern auch der weiteren Präzisierung der eigenen Ziele: Sehr konzentriert arbeite ich: E-Mails nur morgens und abends. Jeden Tag entwickle ich ein kleines Stück weiter an neuen Lehrmaterialien für meine Studierenden (Institut und Hochschule). Jeden Tag nehme ich mir Zeit für meine Frau. Ohne Wenn und Aber. Und jeden Tag prüfe ich, ob ich die Ziele erreicht habe. Wie? Dazu berichte ich in einem meiner nächsten Blogs noch mehr.

Ob wir wieder zurückkehren? Meiner Frau liegt seit zwei Tagen ein erstes Jobangebot vor. Director of Marketing. Und ich stelle mit Schrecken fest, dass schon drei Wochen um sind. Am liebsten würde ich die Zeit anhalten.

Und dennoch werden wir wie geplant zurückreisen. Denn eines konnte ich nicht mitnehmen, und das fehlt mir doch sehr: die Menschen, vor allem diejenigen, die mir die E-Mails schreiben.

Ihr Christian Johner

PS: Aber ein Zweitwohnsitz wäre vielleicht ein Kompromiss 😉

2010-10-18: Stanford report #11 — It never rains in California

Skandal! Man rechnet ja mit vielem, aber doch nicht damit: Als ich heute morgen aufstehe, glaube ich, nicht richtig zu sehen. Was ist das, Wolken? Und regnen tut es auch? Ich bin doch in Kalifornien!?!

Doch noch während ich überlege, bei wem und gegen wen  ich Zivilrechtsklage wegen fundamentaler Vertragsverletzung einreichen kann, entspannt mich ein Blick auf das Google Suchergebnis zum Begriff „Stanford Wetter“.

Wettervorhersage für die nächsten vier Tage für Stanford lässt auf gutes Wetter hoffen

Na also, es geht doch!

2010-10-17: Stanford Report #10 — Die Lehre mit der Lehre

Jeden Tag bin ich auf der Suche. Besuche Vorlesungen. Spreche mit Dozenten und Professoren. Schaue mir die Hörsäle an. Unterhalte mich mit den Verantwortlichen für die Konferenztechnik. Aber ich komm einfach nicht dahinter.

Was macht eine der drei weltweit besten Universitäten anders? Was macht sie besser? Macht sie etwas besser?

Bin ich verblendet oder arrogant zu glauben, dass sich die Vorlesungen am Institut keinesfalls verstecken brauchen? Aber ich komme zunehmend zu dieser Erkenntnis.

Einer der bekanntesten Informatik-Professoren – auch Dank YouTube – ist Jerry Cain. Ich habe heute seine Vorlesung besucht. Verschaffen Sie sich selbst ein Bild. Meine Masterstudenten können den direkten Vergleich anstellen.

Übrigens: Nächsten Montag treffe ich mich mit Jerry. Ich werde ihn zu seiner Lehre und zu dem befragen, was nach seiner Ansicht die Besonderheit von Stanford ausmacht. Für Sie heißt das: „Stay tuned“.

Ihr Christian Johner

2010-10-15: Stanford Report #9 – Eine Uni, die alles hat!?

„Spielt Geld hier eine Rolle?“, frage ich meinen Bürokollegen, ebenfalls ein Gastprofessor. „In gewisser Weise schon. Aber in anderer Weise“, antwortet er vieldeutig. „Hier ist das teuerste gerade gut genug“. Das ist natürlich auch eine Strategie. Sie ergibt aber Sinn für eine Universität, die alles hat. Ich erinnere mich an meine Alma Mater. Ein eigenes Kraftwerk hat die auch. Aber wie sieht es mit dem Folgenden aus:

  • Mehrere eigene Buslinien, die von der eigenen Busflotte bedient werden, die manche Stadt neidvoll erblicken lässt. Das Mitfahren ist übrigens kostenlos.
  • Ein eigener Linearbeschleuniger.
  • Eine eigene Feuerwehr.
  • Eine eigene Football-Mannschaft mit zugehörigen Stadien, dessen größtes sich vor der Allianz-Arena nicht verstecken muss.
  • Ein eigener Golfplatz.
  • Ein eigenes Pferdegestüt.
  • Eine eigene Kirche.
  • Eine eigene Zeitung und einen eigenen Fernsehkanal.
  • Und mit Stanford Medical Center eines der weltbesten Krankenhäuser.

Mich erstaunt dieser Mikrokosmos jeden Tag aufs Neue. Und über meine Entdeckungen und Beobachtungen halte ich Sie hier auf dem Laufenden.

Christian Johner

2010-10-14: Stanford Report #8 – Hightech und Lowtech

Silicon Valley – der Inbegriff technologischen Fortschritts. In der Tat ist das Silicon Valley die Heimat der Technologiegiganten. Hier werden täglich neue Ideen geboren. Das Auto, das Google bereits über 1600 km ohne Fahrer über kalifornische Straßen schickte, ist nur ein Beispiel dafür. Die Busse der Stanford University fahren bereits heute mit Hybridantrieb. Wir umgeben uns mit Macs und iPhones. All das ist das Silicon Valley.

Gleichzeitig fragt man sich bei vielen ganz alltäglichen Dingen, ob ein wenig mehr an Engineering nicht hilfreich wäre: Bei (wohlgemerkt neuen) Spülmaschinen, die lärmen und das Geschirr nicht annähernd zu gut reinigen wie das deutsche tun. Bei Ampelschaltungen, die mich sehnsüchtig an die grüne Welle denken lassen. Bei Wohnungen, bei denen das Prinzip Schall- und Wärmeisolation noch ganz nicht angekommen ist. Bei Stromanschlüssen, die mich wundern lassen, dass es nicht mehr „Power Outages“ gibt (s. Foto). Selbst die Geschwindigkeit und Verfügbarkeit von Internetanschlüssen beklagt ein Exildeutscher und schwärmt von der Deutschen Telekom!?! Und das im Silicon Valley.

Interessant, oder? Mich fasziniert diese (scheinbare?) Widersprüchlichkeit.

Beste Grüße, Ihr Christian Johner

2010-10-11: Stanford Report #7 — Highway No. 1

Genau das stellen sich viele vor, wenn man über Kalifornien spricht: Bei strahlendem Sonnenschein im Auto den Highway No. 1 Richtung Süden cruisen, den Tempomat auf 65 Meilen eingestellt und die atemberaubende Landschaft genießen: Den Pazifik auf der einen und die Berge auf der anderen Seite.


Impressionen aus Kalifornien (einfach anklicken, dann geht es mit „Next“ (am rechten Bildrand) weiter.

Und genau auf diese Weise fahre ich gestern nach Monterey, ein wunderschönes Hafenstädtchen 2h südlich von Palo Alto. Vorbei geht es an einer historischen Eisenbahn, an über 2000 Jahre alten Mammutbäumen, sich sonnenden Seehunden und einer Militärparade, die sich irgendwie um zwei Jahrhunderte verirrt hat.

Kalifornien ist faszinierend, und die Kontraste sind unglaublich. Das denke ich, als ich nach Stanford zurückfahre und sich die Silhouetten der Strommasten in der Abendsonne abzeichnen.

Doch zu diesen Kontrasten mehr in einem der nächsten Blogbeiträge – noch in dieser Woche.
Beste Grüße aus Stanford, Ihr Christian Johner

2010-10-08: Stanford Report #6 — Ein angekündigtes Erdbeben

Mein amerikanisches Handy hat zumindest jetzt noch einen besonderen Charme: Niemand ruft es an. Außer Leuten, die sich verwählt haben. Das passiert hier erstaunlich häufig. Ebenfalls erstaunt hat mich heute ein Anruf, der sich tatsächlich an mich wendet:

Das automatische Erdbebenwarnsystem der University of Stanford lässt mich wissen, dass in 10 Minuten das Erdbeben stattfinden wird. Ich solle mich dann für 45 Sekunden unter den Tisch legen, dann meine Sachen packen und auf den Sammelplatz gehen. Dies sei eine Übung.

Irgendwie seltsam. Ich war davon ausgegangen, dass eine Übung ein gewisses Überraschungsmoment bergen soll. Doch nach 10 Minuten passiert nichts. Die Erdbebenwarnung ist offensichtlich so leise, dass ich sie nicht hören kann. Ein Sicherheitsbeamter läuft dafür durch die Büros und sagt unaufhörlich „Earthquake. Earthquake. Earthquake.“.

Okay, ich evakuiere mich dann mal.

2010-10-05: Stanford Report #5 — Der Geist des Silicon Valley

Dass das Silicon Valley die Heimat vieler großer Technologiekonzerne ist, wusste ich. Es dann aber mit eigenen Augen zu sehen, ist nochmals eine andere Sache. Ich frage mich, wie es auch in Deutschland gelingen kann, so viel Wissen, Geld und Erfolg  zu konzentrieren. Eine Antwort drängt sich förmlich auf, als ich mit dem Auto von meinem neuen Zuhause losfahre:

An abiding curiosity and an insatiable desire to learn how and why things work are the hallmarks of innovation … Creativity is nurtured by being receptive and encouraging

Ich fahre zuerst vorbei am Stanford Campus, dann folgen unzählige Technologiezentren und schließlich die Giganten der Informations- und Biotechnologie: Google, EMC, Intel, 23AndMe…

Doch genügt es, Geld in die Universitäten und in Technologieparks zu pumpen? Sicher nicht. Es ist eine Frage der Geisteshaltung. Und während ich noch überlege, was diese Geisteshaltung ausmacht, stehe ich auf einmal vor dem Tech Museum in San Jose und lese:

„An abiding curiosity and an insatiable desire to learn how and why things work are the hallmarks of innovation … Creativity is nurtured by being receptive and encouraging.“

Ja, die unersättliche Neugier, die Kreativität, Risikobereitschaft und das tiefe Bedürfnis, immer weiter zu lernen, das sind die Ingredienzen, die das Silicon Valley ausmachen. Und nicht der tumbe Ruf nach Geld. Neugier, Risikobereitschaft und der Wille zum Lernen sind unsere persönlichen Eigenschaften und Glaubenssätze. Daher starte jeder mit sich selbst.

Ich habe noch unendlich viel zu lernen. Das wird mir hier jeden Tag bewusst. Und das ist ein schönes Gefühl.
Ihr Christian Johner

2010-10-04: Stanford Report #4 — Johner-Street-View

Keine 5 Minuten dauert eine Fahrt, um von einem IT-Weltkonzern zum nächsten zu kommen. Sei es Intel, EMC, Adobe, Apple, E-Bay, Oracle, Google. Apropos Google: Viele schimpfen über Googles Street View- Heute habe ich „zurückgeschossen“:

Auf einem Parkplatz einer der Biotech-Schmieden fallen mir im Hintergrund eigenartige Autos auf. Bei genauerem Hinsehen wird mir klar, was das ist: Ein Teil von Googles Flotte, mir der die ganze Welt fotografiert wird. Ob erlaubt oder nicht finde ich den Weg dorthin. Das sind Bilder, die uns Google Street View bisher vorenthalten hat.“

2010-10-02: Stanford Report #3 — Start in ein neues Leben (ohne offizielle Unterhose)

Nach vier Tagen ist nun alles bereit. Vier Tage, um alles von Null zu organisieren. Vom Auto bis zum Büroschlüssel. Von der Wohnung bis zum Telefon. Von den Lebensmitteln über ein Fahrrad bis zum Mitarbeiterausweis (s. Foto). Vier Tage und ein neues Leben kann beginnen.

Ein sehr gutes Leben, das kann man nach einer Woche bereits sagen. Ob deshalb die Vorhersage einer Zufallsbekanntschaft eintritt, kann ich nicht sagen. Er hat mir eine 50%-ige Wahrscheinlichkeit prognostiziert, dass ich wieder nach Deutschland zurückreise.

Es gäbe sicher schlechtere Orte als das Silicon Valley. Preiswertere hingegen schon. Den Preis eines schönen Mittelklassewagens wird dieser Aufenthalt sicher kosten. Und so spare ich mal bei den Stanford-Devotionalien. Wahrscheinlich verzichte ich zuerst auf die Stanford-Unterhose (s. Foto).

Stay tuned, Ihr Christian Johner

2010-09-30: Stanford Report #2 — All set

Die ersten beiden Tage sind um. Der Jet-Lag noch nicht ganz. Doch die Bilanz kann sich sehen lassen:

CJ vor der Stanford Medical School

Das Apartment ist gefunden und wird die nächsten Stunden bezogen – direkt am Stanford Campus. Ein US-Konto war dafür Voraussetzung. Keine Trivialität ohne Social Security Nummer. Dank neuer Telefonnummer bin ich für Sie auch hier gut erreichbar: +1 (650) 283 9740. Und nach einem ersten Besuch an meinem neuen Arbeitsplatz, dem Stanford Center for Biomedical Informatics Research, besitze ich einen Schreibtisch, einen Schlüssel und Internetzugang. Also noch mehr als das, was man als digitaler Nomade benötigt.

Und zudem bin ich stolzer Besitzer einer weiteren E-Mailadresse: johner@stanford.edu. Cool, oder?

2010-09-28: Stanford Report #1

Das Telefon klingelt. Es ist zwei Uhr nachts. Dann ist es in Deutschland bereits 11:00 rechne ich nach.

Seit heute bin ich in den USA, genauer gesagt in Palo Alto. Mein Forschungsaufenthalt am Stanford Center for Biomedical Informatics Research (BMIR) beginnt. Verfolgen Sie auf diesem Blog meine spannenden Monate an einer der weltbesten Universitäten.