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3 Kommentare

  1. Peter Knipp | Montag, 10. August 2015 um 07:31 Uhr - Antworten

    Guten Morgen,
    ich möchte ausdrücklich unterstützen, dass man sich zur ISO 25000 er Reihe informiert, es gibt mehrere gute Gründe.
    1. Ein hoher Vertreter einer deutschen benannten Stelle gab schon letztes Jahr bekannt, dass seine Stelle nach dem „Stand der Technik“ fragen werde, nicht nur nach harmonisierten, weil die EU mit diesem Hilfsmittel nicht schnell genug dem Stand der Technik hinterher komme.
    2. Ein Kunde berichtet, dass in China (!!!) für eine Zulassung seiner Software die Behörde (CFDA) gerade die ISO 25051 heranzieht, obwohl keine Compliance mit dieser Reihe behauptet wurde.

    Wie immer wird es zwei min. Gruppen geben: Die einen, die ihre Energie hinein stecken, gegen die Anwendbarkeit der Norm zu argumentieren. Und diejenigen, die einfach mal die Vorteile davon suchen. Eine der Gruppen wird schneller am Ziel sein…
    Eine schöne Woche noch
    Peter Knipp


  2. Stefan Beisswenger | Montag, 10. August 2015 um 09:27 Uhr - Antworten

    Lieber Herr Johner

    bezüglich der Nützlichkeit d. ISO9126 resp. 25010 bin ich völlig mit Ihnen einverstanden. Das Qualitätsattribut „Wartbarkeit“ beurteile ich aus folgenden Gründen hingegen anders.

    a.) Anforderungen an d. Wartbarkeit können auch an eine Blackbox gestellt werden. Da sehe ich keinen formalen Grund das auszuschliessen.

    b.) Es ist gegenwärtig dasjenige Qualitätsattribut, das den deutlichsten Bezug zu den Lebenszykluserwartungen an das Produkt herstellt. Banale Aspekte wie:
    – das Ding soll mindestens 10 Jahre im Markt bleiben oder
    – es ist nur eine Übergangslösung,
    werden am ehesten bei der Bearbeitung der Wartunganforderungen entdeckt. Das diese Anforderungen häufig einen kritischen Einfluss auf die System- und SW-Architektur haben, muss in diesem Blog wohl niemandem erläutert werden.

    Man kann sicher darüber diskutieren, wie man das besser in den Standards verankert. Das Risiko Architektur-relevante Anforderungen wegzulassen, würde ich keinesfalls eingehen wollen. Ferner kommt hinzu, dass sich Konzepte wie zentral auf solche Anforderungen abstützen. Wer also seine SW nicht nur technisch sondern auch ökonomisch im Griff behalten möchte, ist gut beraten sich über Wartung früh, sehr viele Gedanken zu machen.

    Freundliche Grüsse

    Stefan Beisswenger


  3. Christian Johner | Montag, 10. August 2015 um 21:14 Uhr - Antworten

    Sehr geehrter Herr Beisswenger,

    ich stimme Ihnen absolut zu: Die Lebensdauer ist ein schönes Beispiel für eine Forderung im Kontext der Wartbarkeit. Allerdings eine schwer prüfbare. Darum ging es mir vor allem.

    Ich stimme Ihnen auch zu, dass es „Anforderungen“ gibt, die einen Einfluss auf die Software-Architektur haben. Üblicherweise subsumiert man diese Art nicht in der Software Requirements Specification, sondern in den Rahmenbedingungen, die die Architektur zu kennen und zu berücksichtigen hat.

    Der Unterschied mag nur semantisch sein. Im Medizinprodukteumfeld, bei dem die Traceability eine große Rolle spielt, halte ich ihn für einen nennenswerten.

    Insgesamt glaube ich, dass wir keinen Dissens haben.

    Herzlichen Dank für Ihre wertvollen Gedanken!

    Beste Grüße

    Christian Johner


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