Klinische Informationssysteme

Zur Speicherung und Verwaltung von Daten sind Informationssysteme die maßgebliche, technische Basis. Sie werden in allen Branchen mit hohem Datenaufwand verwendet, die nicht durch Know-How von Mitarbeitern kompensiert werden können. So werden detaillierte Patientendaten in klinischen Informationssystemen gespeichert, um sie bei der Behandlung sofort aufrufen zu können, ohne sich ausgiebig mit der Historie des Patienten zu beschäftigen. Damit steigt die Effizienz der Prozesse in Krankenhäusern deutlich.

KIS, LIS, RIS, OPMS und wie sie alle heißen

Klinische Informationssysteme sind i.d.R. Software-Anwendung im Krankenhaus, die der Speicherung und Verarbeitung von Patientendaten dienen mit dem Ziel der direkten Patientenbehandlung. Ein Abrechnungssystem würde man daher unter einem klinischen Informationssystem subsumieren, ein Krankenhaus-Informationssystem KIS hingegen schon, wobei man unter einem KIS oft wieder die Gesamtheit mehrerer klinischer Informationssysteme versteht und nicht eine einzelne Software-Anwendung.

Beispiele für klinische Informationssysteme sin

  • Patientendaten-Managementsysteme PDMS
  • OP-Managementsysteme OMS
  • Labor-Informationssysteme LIS
  • Radiologie-Informationssysteme RIS
  • Pflegeinformationssysteme

Darüber, ob Bildarchivierungssysteme (PACS) oder Systeme ohne direkten Patientenbezug wie Arzneimittelinformationssysteme AIMS noch zu den klinischen Informationssystemen zählen, ist umstritten.

Zu den wesentlichen Funktionen und Zielen von klinischen Informationen zähl

  • Dokumentation medizinischer/klinischer Daten wie Anamnesen, Befunde, Diagnosen, Therapien usw.
  • Unterstützung der Zusammenarbeit, Workflow-/Prozessunterstützung
  • Entscheidungsunterstützung
  • Kommunikationsunterstützung

Ob klinische Informationssysteme als Medizinprodukte zu klassifizieren sind, hängt von deren Zweckbestimmung ab und kann nicht global beantwortet werden.


Freitag 19. Februar 2016 von Prof. Dr. Christian Johner

Die FDA hat ein Interoperability Guidance als Entwurf veröffentlicht. Es trägt den Titel „Design Considerations and Pre-market Submission Recommendations for Interoperable Medical Devices“ (hier zum Download).

Lesen Sie hier, was die FDA damit bezweckt und auf welche Anforderungen Sie sich einstellen müssen.

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Donnerstag 20. März 2014 von Prof. Dr. Christian Johner

Das Bürgerliche Gesetzbuch ist im Paragraphen §630  erweitert worden, in dem es nun heißt:

§630f (1) Der Behandelnde ist verpflichtet, zum Zweck der Dokumentation in unmittelbarem zeitlichen Zusammenhang mit der Behandlung eine Patientenakte in Papierform oder elektronisch zu führen. Berichtigungen und Änderungen von Eintragungen in der Patientenakte sind nur zulässig, wenn neben dem ursprünglichen Inhalt erkennbar bleibt, wann sie vorgenommen worden sind. Dies ist auch für elektronisch geführte Patientenakten sicherzustellen.

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