FDA Update: Nichts von der US-Behörde verpassen

Mittwoch 4. Juli 2018

Die FDA hat sich umfassende Transparenz auf die Fahnen geschrieben. Entsprechend publiziert die Behörde regelmäßig Informationen in einer Menge, die kaum noch überschaubar ist. Dieser Artikel hält Sie mit dem Wichtigsten auf dem Laufenden.

FDA Update

FDA Update Q3 2018

a) Neues Guidance Document zu LOINC

Das Thema Interoperabilität liegt der FDA am Herzen. Kein Wunder, denn die Interoperabilitätsprobleme treten mit zunehmender Vernetzung der Produkte immer deutlicher zu Tage und gefährden Patienten. In einem neuen Guidance Document „Logical Observation Identifiers Names and Codes for In Vitro Diagnostic Tests“ ermutigt die FDA die LOINC Codes zu nutzen, wenn gleich sie nicht darauf besteht. Es ist das zweite Guidance Document, das die FDA innerhalb weniger Monate zur Interoperabilität publiziert hat.

Weiterführende Informationen

Lesen Sie hier mehr zum Thema Interoperabilität und hier zum Thema LOINC.

b) FDA erkennt UL 2900-2-1 als „recognized standard“ an

In Europa ist weiter keine Norm erkennbar, die hilft, den Nachweis zu erbringen, dass die Anforderungen der MDR an die IT-Sicherheit erfüllt sind. Die FDA ist einen Schritt weiter. Sie hat der UL 2900-2-1 den Ritterschlag als „recognized standard“ erteilt, obwohl diese Norm sicher kein Ruhmesblatt ist. Aber besser als nichts…

Weiterführende Informationen

Lesen Sie hier mehr zur UL-2900-1 und 2900-2-1 und der Kritik daran.

FDA Update Q2 2018

a) Abbreviate 510(k)

Am 12. April hat die FDA ein Draft Guidance mit dem Titel „Expansion of the Abbreviated 510(k) Program: Demonstrating Substantial Equivalence through Performance Criteria“ veröffentlicht. Auf der Übersichtsseite mit neuen Guidance Dokumenten fehlt dieser Hinweis Stand Mitte April.

Weiterführende Informationen

Lesen Sie hier mehr zum Thema Abbreviated 510(k).

b) Software Precertification (Pre-Cert) Pilot Program

Die FDA führt für standalone Software ein Pilotprogramm durch, das den Zulassungsprozess von Digital Health Produkten vereinfachen und beschleunigen soll.

Weiterführende Informationen

Wir haben Ihnen einen Artikel über dieses „Precertification Program“ verfasst, das als Meilenstein betrachtet werden kann.

c) FDA vor Anerkennung der ISO 13485?

Auf Ihrer Webseite spricht die FDA davon, die eigenen Quality System Requlations (QSR, 21 CFR part 820) weiter zu entwickeln. Das Ziel soll darin bestehen, diese QSR mit der ISO 13485 zu harmonisieren. Es wird darüber diskutiert, dass die Rechte des ISO Gremiums dem entgegenstehen, dass die FDA die ISO 13485 direkt übernimmt. Denn ihre Anforderungen publiziert die FDA kostenfrei auf ihrer Webseite.

MDSAP hin oder her: Es darf doch nicht an Nutzungsrechten scheitern, dass Herstellern ein doppelter Aufwand zugemutet wird. ISO bitte gehen Sie auf die FDA zu!

d) Multi-functional Devices

Am 27. April 2018 hat die FDA ein Draft Guidance mit dem Titel „Multiple Function Device Products: Policy and Considerations“ veröffentlicht. Auch dieses Dokument hat einen starken Software-Fokus, wenn gleich die Behörde betont, dass er für alle Medizinprodukte anwendbar sei:

Es betrifft alle Produkte, die sowohl Funktionen enthalten, die das Produkt als Medizinprodukt klassifizieren lassen, als auch andere „Non-Device Functions“ bzw. „Components“.

Die zentrale Aussage des Draft Guidance lautet: Die Behörde verzichtet bei der Zulassung zwar auf ein Review der „Nicht-Medizinprodukte-Funktionen“. Sie behält sich aber vor, deren Auswirkungen auf die „Medizinprodukte-Funktionen“ zu analysieren. Dabei wendet sie einen risikobasierten Ansatz (gemäß ISO 14971) an.

In einer Tabelle hat die Behörde ihre Planung der Premarket und Postmarket Aktivitäten zusammengefasst.

Function Premarket Oversight Postmarket Oversight
Device function under review (510(k), PMA, IDE, De Novo, or HDE) Reviewed General control requirements are applicable (except for IDE)
Device function that is 510(k) exempt Not reviewed but assessed only for impact on the safety and effectiveness of the device function-under review General control requirements are applicable
Device function for which no premarket review is sought and FDA does not intend to enforce applicable regulatory controls Not reviewed but assessed only for impact on the safety and effectiveness of the device function-under review General control requirements are applicable but not intended to be enforced
Non-device function Not regulated but assessed only for impact on the safety and effectiveness of the device function-under review Not regulated and therefore FDA requirements not applicable

 

Tipp

Besonders illustrativ sind die Beispiele im Anhang des Dokuments.

e) Medical Device Action Plan

Die Cybersecurity ist nur einer von mehreren Aspekten, die die FDA in einem neuen Medical Device Safety Action Plan (PDF) erreichen will. Eine Übersicht über diesen Plan finden Sie hier.

FDA Update Q1 2018

a) Klinische Daten

Ende Februar 2018 hat die FDA ein Guidance Document veröffentlicht, das beschreibt, in welcher Form die FDA welche klinischen Daten akzeptiert. Es trägt den Titel „Acceptance of Clinical Data to Support Medical Device Applications and Submissions Frequently Asked Questions”.

FDA Update Q4 2017

a) Guidance Document zur klinischen Bewertung von Software

Im Dezember 2017 veröffentlicht die FDA das Guidance Document „Software as a Medical Device: Clinical Evaluation“. Die Entwurfsversion stammt aus dem Oktober 2016 und wird auf diesen Seiten bereits vorgestellt. Ein Update dieses Beitrags folgt in Kürze.

b) Guidance Document zur Entscheidungsunterstützungssystemen

Weiter gibt es von der Behörde einen „Draft Guidance“ Clinical and Patient Decision Support Software. Sie finden hier einem ausführlichen Artikel dazu.

c) Guidance Document zum Umgang mit dem „21st Century Cures Act“

Schließlich informiert die FDA in einem weiteren Entwurf eines Guidance Documents mit dem Titel „Changes to Existing Medical Software Policies Resulting from Section 3060 of
the 21st Century Cures Act“ darüber, wie sie mit den Auswirkungen eines neuen Gesetzes, dem 21st century cures act, umgehen will.

d) Least Burdensome Approach

Auf der einen Seite möchte die FDA den Herstellern keine unnötigen Hürden in den Weg stellen und die Zulassung innovativer Produkte behindern. Auf der anderen Seite möchte die FDA sicherstellen, dass die Produkte und Hersteller die regulatorischen Anforderungen und Patienten nicht gefährden. Wie dieser Spagat gelingen mag, beschreibt die FDA in einem Draft Guidance, zu dem Sie hier noch mehr sagt.

e) Ausblick auf 2018

Die FDA gibt hier einen Ausblick auf die Guidance Documents, die sie dieses Jahr sicher (A-Liste) oder möglicherweise (B-Liste) erstellen, überarbeiten oder als Entwurf veröffentlichen will.

FDA Update Q3 2017

a) Guidance Document „Interoperable Medical Devices“

Die FDA hat das Guidance Dokument in einer endgültigen Version publiziert. Die Anforderungen der FDA zu Interoperable Medical Devices finden Sie hier beschrieben.

Die FDA plant zu diesem neuen Dokument auch ein Webinar am 26.10.:

WEBINAR: On Thursday, October 26, 2017, the FDA will host a webinar for industry to discuss and answer questions about this final guidance. FDA employees are welcome to participate in this webinar and may join in listen-only mode. No registration is required.

Date: Thursday, October 26, 2017
Time: 1:00 – 2:30 PM EST (To ensure you are connected, please dial-in 15 minutes prior to the start of the webinar)
To hear the presentation and ask questions:
Dial: 800-369-3128, International Callers Dial: 1-312-470-7334; Conference Number: PWXW5373095; Passcode: 2366523
To view the slide presentation during the webinar: https://www.mymeetings.com/nc/join.php?i=PWXW5373095&p=2366523&t=c
Following the webinar, a transcript, audio recording, and slides will be available at: http://www.fda.gov/CDRHWebinar. The slide presentation will also be available at this site on the morning of the webinar.

b) Neue Consensus Standards

Auch die Liste der Consensus Standards hat die FDA aktualisiert. Die aktuellsten Änderungen finden Sie hier.

FDA Update Q1 2017

a) Guidance Document „Postmarket Management of Cybersecurity in Medical Devices“

Die FDA hat sich selbst überholt und das für 2017 geplante Dokument „Postmarket Management of Cybersecurity in Medical Devices“ bereits Ende 2016 veröffentlicht.

Weiterführende Informationen

Lesen Sie hier mehr zum Thema FDA und Cybersecurity

b) Guidance Document

Ebenfalls gerade noch im alten Jahr hat die FDA das Dokument „Factors to Consider Regarding Benefit-Risk in Medical Device Product Availability, Compliance, and Enforcement Decisions“ publiziert. Wir stellen Ihnen das Dokument noch im Detail vor.

c) Planung für die Guidance Documents

Auch für 2017 hat sich die FDA viel vorgenommen [Quelle]. Sie möchte einige neue Guidance Dokumente veröffentlichen – entweder als Entwurfsdokument oder bereits als finale Version. Dabei unterscheidet die FDA zwei Prioritäten: Die sehr wichtigen Dokumente der A-Liste und die Dokumente auf der B-Liste, die nicht ganz so hoch priorisiert sind:

Entwurf Final
A-Liste
  • IDE Submission, Content, Organization, Interactions
  • Update to Section V Demonstrating Insignificant Risk of an Erroneous Result in the Recommendations: Clinical Laboratory Improvement Amendments of 1988 (CLIA) Waiver Applications for Manufacturers of In Vitro Diagnostic Devices guidance
  • Dual 510(k) and CLIA Waiver
  • New or revised procedural guidances for MDUFA IV implementation
  • Postmarket Management of Cybersecurity in Medical Devices
  • Medical Device Accessories: Describing Accessories and Classification Pathway for New Accessory Types
  • Design Considerations and Pre-market Submission Recommendations for Interoperable Medical Devices
  • Factors to Consider When Making Benefit-Risk Determinations for Medical Device Investigational Device Exemptions
  • Suggested Format for Developing and Responding to Deficiencies
  • Benefit-Risk Factors to Consider When Determining Substantial Equivalence in Premarket Notifications [510(k)] with Different Technological Characteristics
  • Use of Standards in FDA Regulatory Oversight of Next Generation Sequencing (NGS) – Based In Vitro Diagnostics (IVDs) Used for Diagnosing Germline Diseases
  • Use of Public Human Genetic Variant Databases to Support Clinical Validity for Next Generation Sequencing (NGS) – Based In Vitro Diagnostics
  • Infectious Disease Next Generation Sequencing Based Diagnostic Devices: Microbial Identification and Detection of Antimicrobial Resistance and Virulence Markers
  • Use of Real-World Evidence to Support Regulatory Decision-Making for Medical Devices
  • 510(k) Third Party Review Program
  • New or revised procedural guidances for MDUFA IV implementation
B-Liste
  • Standard Content and Format for Patient Labeling of Medical Devices
  • Standard Content and Format for Healthcare Provider Labeling of Medical Devices
  • Patient Matched Instrumentation for Orthopedic Devices
  • Utilizing Simulated Animal Transplant Models to Evaluate the Safety of Perfusion-based Organ Preservation Devices
  • Strategy to Assess the Credibility of Computational Modeling Studies
  • Related Replacement Reagent and Instrument Policy
  • Unique Device Identification System: Defining the Labeler
  • Considerations to Support a Claim of Electromagnetic Compatibility for Medical Electrical Equipment and Medical Electrical Systems
  • Evaluation and Reporting of Age, Race, and Ethnicity Data in Medical Device Clinical Studies
  • Medical Device Development Tools (MDDT)
  • FDA Categorization of Investigational Device Exemption (IDE) Devices to Assist the Centers for Medicare and Medicaid Services (CMS) with Coverage Decisions
  • Unique Device Identification: Direct Marking of Devices
  • Technical Considerations for Additive Manufactured Devices

In fett sind die Dokumente markiert, die für die Leser dieses Blogs die höchste Relevanz haben.

FDA Update Q1 2016

Rückblick auf 2015

Die FDA hat veröffentlicht,

  • wie viele Inspektionen sie 2015 durchgeführt hat (insgesamt weniger, dafür mehr in Europa)
  • wie viele Beanstandungen es gab (viele auch in Deutschland)
  • was typische Gründe waren.

Sie finden hier die Übersicht über die Inspektionen.

FDA möchte sich nicht mehr um alle Software kümmern

Spätestens mit dem Guidance Document zu den Medical App kündigte sich eine Trendwende bei der FDA an. Man möchte nicht mehr alles kontrollieren und regulieren, was nach Medizinprodukt riecht. Vielmehr verzichtet die Behörde auf die Durchsetzung ihrer Machtbefugnisse. Sie nennt das eine „enforcement discretion“.

Die Emergo-Group weist darauf hin, dass dem Senat ein weiterer Vorschlag vorliegt, in dem die FDA auch bei einigen Software-Anwendungen, die unter den MEDTECH-Act (Medical Electronic Data Technology Enhancement for Consumers Healthcare) fallen, auf die Überwachung verzichtet.

Sie können hier den Antrag einsehen, der dem Senat vorliegt. Konkret nennt diese Gesetzvorlage (Zitat)

  • administrative, operational, or financial records software used in health care settings;
  • software for maintaining or encouraging a healthy lifestyle unrelated to medical treatment;
  • electronic patient records, excluding software for interpreting or analyzing medical image data;
  • software for clinical laboratory testing, excluding software for interpreting or analyzing test data; and
  • software that provides medical recommendations and the basis for those recommendations to health care professionals, excluding software for acquiring, processing, or analyzing medical images or signals.

Weiteres Guidance Document zur Cybersecurity

Zu meiner Überraschung hat die FDA ein weiteres Guidance Document veröffentlicht, das ich nicht auf der Liste geplanter Veröffentlichungen entdecken konnte: Es heißt „Postmarket Management of Cybersecurity in Medical Devices„. Mehr dazu publiziere ich demnächst.

Inzwischen hat auch heise online das Thema in einem Beitrag aufgegriffen.

Ende des ISO 13485-Programms

Die FDA beendet mit diesem Quartal das „Medical Device ISO 13485:2003 Voluntary Audit Report Pilot Program„, wie sie auf ihrer Webseite verkündet. Es wird durch das  Medical Device Single Audit Program (MDSAP) ersetzt, über das wir hier noch berichten werden.

Guidance Documents

Die FDA hat inzwischen die Guidance-Documents umgezogen, so dass viele bisherige Links ins Leere zeigen — leider auch Links auf den FDA-Seiten.

Sie finden hier eine Übersicht über alle Guidance-Documents.

Bei dieser Gelegenheit hat die FDA am 3. Februar 2016 den Human Factors Engineering Guidance aktualisiert.

Gleichzeitig hat die FDA auch ein Guidance-Document veröffentlicht, in dem sie Medizinprodukte nennt, bei denen sie die Usability (das Human Factors Engineering) am wichtigsten einschätzt. Sie finden es hier.

Jahresplanung

Die FDA hat eine Liste an Guidance-Dokumenten veröffentlicht, die sie 2016 angehen will. Weil sie selbst unsicher ist, wie viel sie wirklich umgesetzt bekommt, hat sie diese Liste in eine A-Liste und eine B-Liste unterteilt.

Auf der wichtigeren A-Liste stehen Themen wie

  1. Medical Device Accessories
  2. Benefit-Risk Factors to Consider when Reviewing IDE Submissions
  3. UDI Direct Marking
  4. Incorporating Patient Preferences into Medical Devices Premarket Approvals, Humanitarian Device Exemptions, and De Novo Classifications
  5. Applying Human Factors & Usability Engineering to Optimize Medical Device Design
  6. Postmarket Surveillance Studies Under Section 522 of the Food, Drug, and Cosmetic Act
  7. Medical Device Reporting (MDR) for Manufacturers

Wenn Sie diese Liste studieren, fallen zwei Schwerpunkte auf:

  1. Risikomanagement über den ganzen Produktlebenszyklus  (1., 2., 6.)
  2. Usability Engineering (4., 5.)

Beim Usability Engineering wird es auch darum gehen, den User Input besser zu berücksichtigen. Letztlich wird die FDA das systematische Identifizieren von Nutzungsanforderungen auf einer empirischen Basis fordern; genau das, was Thomas Geis im Seminar Usability, Requirements & IEC 62366 seit Jahren lehrt. Kein Wunder, als Editor mehrerer Usability Normen treibt er das Thema weiter. Die FDA folgt mit ihren Guidance Documents besonders den Erkenntnissen, die Eingang in die Normen gefunden haben.

Auf der A-Liste stehen nicht nur Guidance-Dokumente, die dieses Jahr fertig werden sollen, sondern auch solche, für die ein Entwurf geplant ist:

  • Medical Device Decision Support Software
  • Use of Symbols in Labeling
  • 510(k) Modifications
  • Software Modifications
  • 510(k) Third Party Review Program
  • Companion Diagnostics Co-Development
  • Use of Real-World Observational Patient Data to Support Decision Making for Medical Devices
  • UDI Convenience Kit
  • Public Notification of Emerging Postmarket Medical Device Signals

Interessant finde ich, dass die Software gleich zweimal ein Thema ist.

Noch ein Wort zu dem Convenience Kit. Dazu schreibt die FDA:

„This document is intended to outline the agency’s proposed interpretation that the term “convenience kit”, as defined by 21 CFR 801.3, applies solely to two or more different medical devices packaged together for the convenience of the user where they are intended to remain packaged together and not replaced, substituted, repackaged, sterilized, or otherwise processed or modified before the devices are used by an end user.“

FDA Update Q4 2015

Bericht über FDA-Inspektionen der Qualitätssicherungssysteme

Eine Präsentation zu den Inspektionen im Jahr 2014  berichtet u.a.

  • Umfang: Die Anzahl der Inspektionen außerhalb der USA ist auf 594 gestiegen. Nach China (190 Inspektionen) liegt Deutschland mit 72 Inspektionen auf Platz zwei, die Schweiz folgt mit 25 Inspektionen auf Platz fünf.
  • Probleme: Die Anzahl der Warning-Letters ging von 144 auf 121 leicht zurück. Insgesamt bei 8% der Inspektionen in den USA hält die FDA „officially indicated actions“ für notwendig. Bei den „ausländischen“ Inspektionen sind es mit 15% fast doppelt so viele. Die häufigsten Probleme gibt es mit
    • Production & Process Controls (darunter zählt die Food and Drug Administration Themen wie Prozessvalidierung, Rückverfolgbarkeit, Prüfung) und
    • CAPA worunter nicht nur die Korrektur- und Vorbeugemaßnahmen zählen, sondern der ganze Bereich des „Complaint Handlings“.

Wissenschaftliche Schwerpunkte für das Jahr 2016

Die FDA hat eine Liste an Schwerpunkten veröffentlicht, die sie sich für 2016 setzt. Darunter zählen:

  • Bessere Auswertung vorhandener klinischer Daten über mehrere Hersteller und Domänen hinweg. Damit betreibt die Behörde eine eigene Forschung, um verlässlichere Aussagen über die Wirksamkeit und Risiken von Medizinprodukten zu gewinnen.
  • Auch die Nutzung von Simulationen und Modellierungen von Medizinprodukten und deren Wirksamkeit bzw. Risiken ist ein Forschungsthema. Die FDA hat erkannt, dass die Hersteller diese Techniken zur Entwicklung einsetzen, diese Technologien bei der regulatorischen Bewertung noch nicht ausreichend genutzt werden.
  • Die Behörde möchte besser die Risiken vernetzter Systeme verstehen. Daher wird sich die Behörde den Themen Cybersecurity und Interoperabilität im Jahr 2016 besonders widmen.

FDA Update Q3 2015

FDA Update Q2 2015

  • Mai 2015: Die Food and Drug Administration hat Global Unique Device Identification Database (GUDID) freigeschaltet, in der Sie nach Gerät, Name oder Hersteller suchen können. Sie scheint aber noch buggy zu sein. Eine Suche nach „dialysis“ führt zu Endoprothesen, Hersteller fehlen ganz usw.
  • April 2015: Die FDA hat veröffentlicht, dass sie einige Gerätetypen in Klasse II herabstufen und somit von einer PMA befreien möchte wie zum Beispiel die Klasse „MYN“ (Analyzer, medical image).

Kategorien: FDA Zulassung - die U.S. Food and Drug Administration
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2 Kommentare über “FDA Update: Nichts von der US-Behörde verpassen”

  1. Ger F schrieb:

    Hallo,

    wäre es möglich diesen Blog als RSS zu implementieren? Dann könnte man es in Outlook abonnieren!

    Vielen Dank & beste Grüße

  2. Prof. Dr. Christian Johner schrieb:

    Den Feed gibt es doch, oder? https://www.johner-institut.de/blog/feed/

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